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Offene Fragen: Speyerer Tafel gibt Rentner keine Lebensmittel mehr, der sich über fremdenfeindliche Sprüche beschwerte
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 27. Februar 2017 um 17:37 Uhr

Vor einigen Tagen berichteten wir über einen Fall von fremdenfeindlichen Äußerungen im Warteraum der Speyerer Tafel in der Seekatzstraße. Herr "Z", der wegen seiner geringen Rente auf die bei der "Tafel" ausgegebenen Lebensmittel angewiesen ist, hatte der Tafel-Vorsitzenden Heiderose Zwick die ausländerfeindlichen Sprüche zur Kenntnis gebracht. Diese hatte ihm bereits vor Ort deshalb damit gedroht, wenn er nicht still sei, so habe das Konsequenzen.

 

Nach der Veröffentlichung wurden Herr "Z" von den Leistungen der Tafel ausgeschlossen.
Wir haben Heiderose Zwick um Stellungnahme gebeten, gefragt, warum Herr "Z" bei der Tafel nichts mehr bekomme. In ihrer Antwort verwies sie nur nebulös darauf, dass erst noch etwas geklärt werden müsse.
Interessant ist, was Tafel-Mitarbeiter, die sich nach der Veröffentlichung bei der Redaktion meldeten, über das Innenleben der Organisation preisgaben. So sollen beispielsweise 2015 zwei Flüchtlinge, die höflich nach Essen gefragt hatten, von der Vorsitzenden "ziemlich zusammengefaltet" worden sein. Dann sei ihnen doch etwas "in einen Karton geschmissen" worden, so die Worte des Insiders, das bestenfalls noch für den Abfalleiner getaugt habe.
Abfällige Bemerkungen über Tafel-Kunden seien an der Tagesordnung. Allerdings hätten nicht alle mitgemacht.
Auch dass die Kuchenspenden eines Speyerer Gastronomiebetriebs erst einmal auf einer Kaffeetafel der Ehrenamtlichen landeten, einige sich anschließend Kuchenpakete für Zuhause gepackt haben sollen, obwohl sie nicht zu den Hilfsbedürftigen gehörten, wirft Fragen auf. Beklagt wurde auch der teilweise achtlose Umgang mit den Lebensmitteln.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Tafel-Vorstand nicht weiterhin die "Drei Affen" gibt: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, und zu den Ungereimtheiten endlich Stellung bezieht. (ks)

 

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