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Innenminister Lewentz informiert sich bei Besuch in der Speyerer Feuerwache über das Konzept der Bedarfsplanung - Folgebesuch in Aussicht gestellt
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Mittwoch, den 05. April 2017 um 08:21 Uhr

"Die Feuerwehr trägt Sorge für die Menschen rund um die Uhr. Dafür sind gut ausgebildete Mitarbeiter und eine dementsprechende materielle Ausstattung erforderlich." Sehr beeindruckt zeigte sich der Innenminister des Landes, Roger Lewentz bei seinem Besuch am Standort der Feuerwache Speyer von der Vorführung einer Rettungsübung, in der demonstriert wurde, wie ein während des Brandeinsatzes zusammengebrochener Feuerwehrmann nach Verbringung außerhalb der Gefahrenzone durch seine Kameraden möglichst ohne Unterbrechung der Reanimationskette mit Herzmassage und dem Anlegen eines Defibrillators versorgt und wiederbelebt wird.

 

Dass dazu ein Sicherheitstrupp von sechs Einsatzkräften notwendig ist, ("Mindestkräftebedarf") war der eigentliche Sinn der Demonstration. Der professionelle, reibungslose Ablauf mit der schnell ausgeführten Reaktion sei ein Beweis der effizienten Arbeit der Speyerer Wehr, so Lewentz vor dem anschließenden Rundgang durch die einzelnen Bereich der im Jahr 1972 errichteten Wache mit ihren beiden Löschzügen, den Wasserfahrzeugen, dem Gefahrstoffzug und der Schnellen Einsatzgruppe SEG der Rettungsdienste, deren Fahrzeuge zentral in der Industriestraße bereitstehen.  Deren Aufgaben in einer Touristen, Schul- und Pendlerstadt wie Speyer mit seinen 50.000 Einwohnern, erläuterten Stadtfeuerwehrinspekteur und Brandoberinspektor Peter Reymann eingehend vor der eigentlichen Gesprächsrunde mit Dezernentin Stefanie Seiler über den Feuerwehrbedarfsplan. Dieser sieht vor, nach einer ersten Aufstockung der hauptamtlichen Mitarbeiter um zehn Mann, die im Schichtdienst rund um die Uhr in der Hauptsache die vielen Bagatelleinsätze abwickeln und dadurch die ehrenamtlichen Kräfte entlasten in einer zweiten Stufe die Anzahl der hauptamtlich tätigen Truppe auf  insgesamt 40 zu erhöhen. Es sei nicht unproblematisch, so Hopp, die Schnittstelle zwischen Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Feuerwehrleuten zu finden. Bei der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen seien Fingerspitzengefühl und Transparenz gefragt. Bei rund 600 Einsätzen im Jahr ist es nicht nur nach Überzeugung  Hopps notwendig geworden, die Professionalisierung voranzutreiben. Lewentz sagte, er könne die Motivation nachvollziehen, die hinter dem Bedarfsplan stecke und zeigte sich erstaunt von der seinerzeit doch rasch erfolgten Zustimmung der Ratsfraktionen, diese Wege zu gehen. Er bezeichnete dies als ambitioniertes Beispiel eines klaren Bekenntnisses der Stadt zu ihrer Feuerwehr. Die Entscheidung halte er für gut nachvollziehbar, so Lewentz. Die Herausforderungen für die Wehr seien im Lauf der letzten Jahre auf zahlreichen Betätigungsfeldern gewachsen; damit verbunden sei eine Erhöhung des personellen Drucks in vielen Bereichen. Vor seinem Besuch habe er sich einige Informationen über die Situation in und um Speyer beschafft, so der Minister. Er denke, dass sich der Entwicklung und Herausforderung im Feuerwehrbereich wie in Speyer demnächst auch andere Städte und Kreise stellen und diese nachahmen müssten. Die Grenze der Arbeit der Ehrenamtlichen sieht er überschritten. Bevor die vorgesehene Mannschaftsstärke mit 40 hauptamtlichen Einsatzkräften unterschiedlicher Altersstruktur erreicht ist, steht jedoch eine zweijährige Ausbildung zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst, da kaum ausgebildete Feuerwehrleute zur Verfügung stehen. Zunächst wurden diese bei den Berufsfeuerwehren in Mainz, Ludwigshafen und Kaiserslautern ausgebildet. Seit geraumer Zeit werde in Speyer auch ein eigener Lehrgang zur Grundausbildung angeboten, der helfe, Engpässe zu reduzieren, erklärte Hopp. Auch  Dezernentin Seiler, die dem Minister eine Folgeeinladung in Aussicht stellte, bekräftigte, es bestehe in der Sache weiteren Handlungsbedarf, hauptsächlich in Bezug auf den neuen Standort der Wache. Dort soll mit dem Raumbedarf Schritt gehalten und die gegenwärtige "Käfighaltung " der Bediensteten durch eine ausreichende Kapazität beendet sein. Die SEG bleibe aber am alten Standort in der Industriestraße. In absehbarer Zeit, derzeit voraussichtlich im März 2018, soll die Integrierte Leitstelle (ILtS) in Ludwigshafen als eine von insgesamt acht Leitstellen in Rheinland-Pfalz ihren Betrieb aufnehmen. Sie wird für die Kreise Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz sowie für die Städte Frankenthal, Ludwigshafen, Neustadt und Speyer zuständig sein. Die ILtS Ludwigshafen wird für die Entgegennahme von Hilfeersuchen aller Art (Notrufe, Brandmeldeanlagen ) sowie die Erstalarmierung zuständig sein. "Wir werden die Feuerwehren im Land nach Kräften unterstützen, lautete das Resümee des Ministers. Es gehe in der heutigen Zeit auch darum, bei größeren Veranstaltungen Sorge zu tragen sowie die wachsende Gefahr von Terroranschlägen im Auge zu behalten. Diese könnten auch hierzulande jederzeit ihre Fortsetzung finden. (cm/Fotos:cm)








 

 

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