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Mehr Fragen als Antworten: "komplexes Verfahren" - 1.100 der 1.600 möglichen Nutzer des S- Bahn-Haltepunkt Speyer Süd durch Verlagerung vom Hauptbahnhof
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Mittwoch, den 05. April 2017 um 14:30 Uhr

Kommt er oder kommt er doch nicht? Ja, es ist ein komplexes Verfahren beim geplanten Bau der neuen S-Bahnstation Speyer-Süd. Ungeachtet dessen läuft der Planungsprozess von Deutscher Bahn (DB Netze), Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), der Stadt Speyer (Kostenpunkt für die Kommune rund 1,35 Millionen Euro) sowie des Zweckverbandes Schienenpersonenverkehr RP-Süd weiter. Im Rahmen einer informellen Presserunde stellten sich vor einigen Tagen Sven Schäfer (DB Station &Service AG/Projektbüro S-Bahn) und Christian Wühl, Abteilungsleiter Planung beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), im Beisein von Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Verkehrsdezernentin Stefanie Seiler Fragen zu Planfeststellungsverfahren, Kosten sowie der im Jahr 2016 neu gefassten Potenzialanalyse, welche die veralteten Untersuchungsgrundlagen aus dem Jahr 2006 ersetzt.

 

Schäfer erläuterte zu Beginn nochmals anhand von Übersichtsplänen in groben Zügen das Projektvorhaben zwischen der Hasen- und  Hirschstraße, das ab Januar 2021 in einer Bauzeit von acht Monaten überwiegend tagsüber realisiert werden soll. Die Ausstattung sei aktueller S-Bahn-Standard, so Schäfer,  mit barrierefreien Zugängen  und Laufwegen sowie den Anforderungen entsprechenden Bahnsteigen hinsichtlich Länge und Höhe. Die Breite der Bahnsteige leiste auch dem aktuell in 2016 prognostizierten höheren Fahrgastaufkommen Genüge, so Schäfer auf Anfrage. Im Zuge des Planungsprozesses seien die Bürger mitbeteiligt und fortlaufend bei drei Terminen informiert worden. Zuletzt bei einem Ortstermin mit Visualisierung der Pläne am 17. Juni 2015. Als Ergebnis seien zusätzliche Sichtschutzwände zu den benachbarten Häusern in die Planungen einbezogen worden. Zwei bis vier Wochen vor Baubeginn ist eine weitere Informationsveranstaltung mit den Schwerpunkten Informationskonzept, Gesamtübersicht, Bauablauf, Info Schienenersatzverkehr sowie einer Fragerunde vorgesehen. Ein Flyer wird die Anwohner über lärmintensive Arbeiten im Vorfeld per Posteinwurf in Kenntnis setzen. Darüber hinaus stehen ein Baustellentelefon und die Internetseite www.Ausbau-rheinneckar.de als Informations- und Beschwerdeforum zur Verfügung.
Obgleich die Planungen noch nicht vollständig abgeschlossen sein dürften, rechnet Schäfer in der Sache nicht mit höheren Baukosten. Diese sollen laut Berechnung 3,75 Millionen Euro nicht übersteigen. Hiervon muss die Stadt (zusätzlich neben den Planungskosten) 15 Prozent schultern.
VRN-Mann Wühl betonte  in seinen Ausführungen die Notwendigkeit der neuen Potenzialuntersuchung 2016 mit den Faktoren Fahrgastnachfrage, Einzugsbereich und Verlagerung von Nutzern auf den neuen HP, inklusive einer Nutzen-Kostenbetrachtung im Hinblick auf das anstehende Planfeststellungsverfahren. Im Ergebnis rechnet man nach der Untersuchung  (mittels einer bewährten Berechnungssystematik aus multiplen Einzelparametern erstellt) am neuen Haltepunkt Speyer Süd täglich mit einer Fahrgastzahl von 1.700 Ein- und Aussteigern. Diese Nachfrage setzt sich aus verlagerten Nutzern vom Hauptbahnhof Speyer sowie aus 600 neuen Fahrgästen vom mobilisierten Individualverkehr kommend zusammen. Gegenwärtig existiert ein Fahrgastaufkommen von 6.300 am Hauptbahnhof sowie eines von 900 am HP Speyer Nord-West. In die Berechnung des Potenzials einbezogen sind auch  200 Schüler und Schülerinnen außerhalb Speyers, die bisher auf andere Weise ihren Weg nach Speyer gefunden haben. OB Eger spekulierte auf Anfrage, dass der gegenwärtige Schulbusverkehr nicht eingestellt werde. Auch gestand er zu, dass die Kapazitäten am Hauptbahnhof nicht ausgelastet seien, das dortige Parkhaus nur teilweise belegt sei.
Eine Umfrage an den Schulen durchzuführen sei wenig nützlich. Reine Interessenbekundungen entsprächen in der Praxis keiner tatsächlichen Nutzung, da sei die Potenzialanalyse das zuverlässigere Instrument. Laut Wühl ist bei den voraussichtlichen Investitionen von 3,75 Millionen Euro hinsichtlich einer Kosten-Nutzenbetrachtung  bereits bei einer Fahrgastanzahl von 250 ein positives Verhältnis gegeben. Die Potenzialanalyse komme mit 1.700 Fahrgästen natürlich zu einem deutlich höheren Resultat. Problematisch sieht die Presse hingegen die Situation im Hinblick auf einen steigenden Parkdruck vor Ort sowie verlängerte Schrankenschließzeiten an der Strecke. Die 17 Stellplätze im Bereich des neuen Haltepunktes werden den Ansprüchen nicht genügen, zudem fehlen den Anwohnern bereits jetzt für ihre PKW ausreichende Parkflächenangebote.
Stadtoberhaupt Eger versprach Maßnahmen zugunsten der Anwohner und ein striktes Vorgehen gegen Falschparker. Wühl setzt hingegen auf verstärkte Nutzung des Fahrrads im Einzugsbereich zum Haltepunkt, der innerhalb dessen auch fußläufig gut zu erreichen sei.  Die verlängerte Schließzeit an den Schranken um durchschnittlich 60 Sekunden pro Zugdurchfahrt summiert sich bei einem Aufkommen von 40 Durchfahrten immerhin auf bereits fast eine Dreiviertelstunde, auch ohne den prognostizierten Anstieg am Güterverkehraufkommen. Bei einem Erörterungstermin während der Sitzung des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses am 25. April wird das Verfahren im Detail von einem Sachverständigen vorgestellt werden. Die Mitglieder werden nach der Erörterung dazu Stellung beziehen. Sollte diese negativ ausfallen, so Eger, werde das Verfahren wohl nicht umgesetzt. Bei positiver Stellungnahme ist ein entsprechender Ratsbeschluss in der Sitzung im Mai zu erwarten. (cm)
Information:
Die Antragsunterlagen liegen vom 20. März bis 19. April 2017 bei der Stadtverwaltung, Maximilianstraße 100, Dienstzimmer 301 aus und können zusätzlich auf der Homepage des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz (www.lbm.rlp.de) eingesehen werden.

 

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