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Menschen mit Demenz im Fokus: Validationsworkshop mit Vicki de Klerk-Rubin in Speyer
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Samstag, den 27. Mai 2017 um 15:18 Uhr
Das Autorisierte Zentrum für Validation® bietet Interessierten aus Pflege und Betreuung am Dienstag, 13. Juni, 9.45 bis 17 Uhr, bei den Diakonissen Speyer-Mannheim (Speyer, Hilgardstr. 26, Festsaal des Diakonissen-Mutterhauses) ei-nen Workshop mit Vicki de Klerk-Rubin, Validation Master® und Tochter der international anerkannten Validationsbegründerin Naomi Feil, an. Das Seminar führt in die Grundlagen der Validation ein und vermittelt bei Rollenspielen Ex-pertentipps für Anwender.

Validation®  ist eine Form des Umgangs mit desorientierten, sehr alten Menschen und bedeutet wörtlich "Wertschätzung" des anderen. Die amerikanische Gerontologin Naomi Feil hat diesen Weg des würdevollen Miteinanders Anfang der 1970-er Jahre entwickelt. "Validation ist eine wichtige Grundlage für den Umgang mit Menschen mit Demenz", betont Hedwig Neu, Leiterin des für den Workshop zuständigen Autorisierten Zentrums für Validation® in Wachenheim, das der Landesverein für Innere Mission in der Pfalz e.V. (LVIM) seit 1997 betreibt. "Menschen mit Demenz verfügen über viel Lebensweisheit. Validation hilft uns dabei, dies zu erkennen und Ohnmacht und Unverständnis zu überwinden. Das ist eine sehr befriedigende Erfahrung für beide Seiten."
Beim Workshop in Speyer erläutert Vicki de Klerk-Rubin, als Geschäftsführerin des Validation Training Institute mit Sitz in Springfield/Oregon zuständig für die weltweite Organisation von Validation, die Gründe für Desorientierung in sehr hohem Alter und skizziert die unterschiedlichen Demenzphasen. Sie stellt die theoretischen Grundlagen der Validation vor und erklärt die wichtigsten Funktionsweisen. Bei Rollenspielen gibt die 60-jährige Validationsexpertin, Managerin und Krankenschwester ihren reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit Menschen mit Demenz an die Workshop-Teilnehmer weiter.
Vicki de Klerk-Rubin führt das Lebenswerk ihrer Mutter Naomi Feil fort. Die gebürtige Amerikanerin, die in Den Haag/NL lebt und ihre Workshops im deutschsprachigen Raum durchgehend auf Deutsch hält, ist Master of Business Administration und hat 1997 ihr Staatsexamen als Krankenschwester an der Hogeschool in den Niederlanden erworben. Seit den 1980-ern praktiziert sie Validation, seit 1991 ist sie als Validationstrainerin tätig. Im Jahr 2002 erhielt sie als weltweit Erste für Weiterentwicklungen im Bereich Validation das Validation-Level4-Master-Zertifikat.
Die Mutter de Klerk-Rubins, Validationsbegründerin Naomi Feil, wurde 1932 in München geboren und wuchs in Cleveland/Ohio, Amerika, in einem von ihrem Vater geführten Altenhilfezentrum auf. Nach dem Abschluss für Sozialarbeit an der Columbia University in New York begann sie, selbst mit alten Menschen zu arbeiten. Von 1963 bis 1980 entwickelte sie die Validations-Methode, über die sie 1982 das Buch "Validation, The Feil Method" (dt. Titel: "Validation, ein Weg zum Verständnis verwirrter alter Menschen", 1990), veröffentlichte, das heute als Grundlagenwerk für Validation gilt. 2009 hat Naomi Feil in Wien den Alois Alzheimer Preis erhalten. Altersbedingt hat sie ihre Lehrtätigkeit in Europa, die für sie immer mit langen Reisen verbunden war, jetzt aufgegeben.

Über Validation beim LVIM:
Der LVIM ist Träger des Autorisierten Zentrums für Validation nach Naomi Feil, das sich unter anderem durch Schulungen für Fachleute und Laien für die Verbreitung der Methode engagiert. In der Altenhilfe beim LVIM ist Validation fest integriert. So haben das Wörther Pfarrer-Johann-Schiller-Haus und das Bürgerspital in Wachen-heim als weltweit vierte und fünfte Einrichtung das Validationszertifikat der internationalen Dachorganisation Validation Training Institute erhalten. 2016 wurden zwei weitere Altenhilfeeinrichtungen des LVIM mit dem Zertifikat ausgezeichnet, das Willi-Hussong-Haus (WHH) in Kandel und das Theodor-Friedrich-Haus (TFH) in Haßloch.   
Auch immer mehr Mitarbeiter des ebenfalls vom LVIM betriebenen Evangelischen Krankenhauses Bad Dürkheim verfügen über eine Validationsqualifikation, um auf die steigende Zahl von Patienten mit Demenz vorbereitet zu sein. 
"Als diakonischer Träger ist es uns besonders wichtig, die uns anvertrauten Men-schen ganzheitlich zu begleiten, als Einheit von Seele, Geist und Körper", unterstreicht Hedwig Neu, Leiterin des Autorisierten Zentrums für Validation. "Auch Menschen mit Demenz haben ein Anrecht auf ein Leben in Würde und Zufriedenheit. Validation hilft uns, ihnen das zu ermöglichen." (spa/Foto: privat)

 

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