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"Der Russenweiher muss erhalten bleiben" - Ortstermin an Speyer Problemgewässer mit Wissenschaftlerteam der Uni Landau
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Freitag, den 16. Juni 2017 um 16:05 Uhr
Der Sauerstoffgehalt am Grund des Russenweihers in Speyer-Süd ist laut der neuesten Messungen der Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau inzwischen wieder bei null. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr nach April und Mai wurden am heutigen Freitag Wasser- und Sedimentproben entnommen sowie mittels einer multifunktionalen Sonde weitere für die Wasserqualität relevante Messungen vorgenommen. Gemessen wird ein Mal im Monat. "Im April waren der Sauerstoffgehalt gut, im Mai schon nur noch bei 30 Prozent und heute null", veranschaulichte Corinna Vaßholz als wissenschaftliche Leiterin des Projekts bei einem Ortstermin die Entwicklung.

Von der einjährigen Untersuchungsphase erwartet sich die Umweltbeigeordnete Stefanie Seiler Aufschluss über den Zustand des Gewässers sowie über die Ursachen für Schadstoffeinträge, um daraus einen Handlungskatalog zu erarbeiten. In einer zweiten Phase sollen im kommenden Jahr die Bürger mit einbezogen werden bei der Entscheidung, wie mit dem Gewässer weiter verfahren werden soll. Immerhin gehe es eventuell um größere Summen für eine eventuelle Sanierung, so Seiler.
"In den letzten Jahren ist es im Russenweiher immer zu Algenbildung und Geruchsbelästigung gekommen," veranschaulichte Seiler das Umkippen des Sees und erinnert daran, dass der Einsatz von Belüftern, die Schaffung einer Flachwasserzone und Entenfütterungsverbote nicht wenig Geld kosteten, das Grundproblem nicht behoben werden konnte.
Das anaerobe (sauerstofflose) Klima am Seegrund könnte einen chemischen Prozess ingang setzen, der im Sediment gebundes Phosphat wieder löse. Im Fokus der Untersuchungen stehen laut Corinna Vaßholz die Phosphate sowie die zahlreichen Stickstoffverbindungen. Sie seien wichtige Indikatoren für den Wasserzustand. Bereits im Mai lag die Phosphatbelastung deutlich über dem als unbedenklich geltenden Grenzwert. Sie erwartet für die Sommermonate ein weiteres Ansteigen des Phosphatgehalts.
Über die möglichen Ursachen wollten die Wissenschaftler noch keine Angaben machen. Die angrenzende Intensivlandwirtschaft, seit einigen Jahren eine viele Hektar große Mais-Wüste, könnte durchaus infrage kommen.
Auch müsse geklärt werden, welche Rolle der Wassereintrag durch den "Renngraben" spiele.
Über den gesamten Untersuchungszeitraum unterstützt der ortsansässige Verein Anglerfreunde Speyer e.V. die Arbeiten der Universität und stellt ihnen den Container und das Boot zur Verfügung. "Martin Lipka ist immer zur Stelle, wenn am Ufer des Russenweihers die Wissenschaftler ‚Angelfreund hol über‘ rufen“, freut sich Umweltdezernentin Seiler und dankt für das ehrenamtliche Engagement.
Für Angelfreund Martin Lipka kann es nur ein Ergebnis des Projekts geben: "Der Russenweiher muss erhalten bleiben." (ks/Foto: ks)

Hintergrund:
Im Januar 2017 hat die Stadt mit der Universität Koblenz-Landau einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel ist die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, die zu neunzig Prozent über Fördermittel des Landes aus der Aktion Blau Plus finanziert wird.
Dazu werden bis Ende diesen Jahres Gewässeruntersuchungen zur Beurteilung von Handlungsoptionen durchgeführt. Im nächsten Jahr erfolgt die umweltökonomische Bewertung möglicher Maßnahmen mit Hilfe von Interviews.

Weitere Informationen:
www.speyer.de
www.uni-koblenz-landau.de
www.aktion-blau-plus.rlp.de

 

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