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Dienstag, den 01. Mai 2012 um 08:08 Uhr
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Von Markus Vogt
Zumindest im Herrenflorett der Senioren ist Speyer ab sofort die neue Fechterhauptstadt Deutschlands. Nach dem Einzelsieg durch Ralph Engelhard in der Altersklasse der 50- bis 59-Jährigen haben die TSV-Fechter in der Besetzung Martin Eitz, Ralph Engelhard, Jürgen Burkhardt und Raphael Mosbach bei den Titelkämpfen in Dresden nun auch die Mannschaftsmeisterschaft erstmals in die Domstadt geholt. Möglich gemacht wurde dieser großartige Erfolg letztlich durch die Rückkehr von Mar-tin Eitz und Raphael Mosbach, die nach mehrjähriger Abstinenz in Wiesloch seit kurzem wieder die Speyerer Farben vertreten.
Da nach den Regeln des Mannschaftswett-bewerbs das jeweils fechtende 3er-Team ein Mindestalter von zusammen 150 Jahren auf dem Buckel haben muss, konnte nun eine schlagkräftige TSV-Truppe zusammengestellt werden.
Gefochten wurde im „Marathonmodus“, das heißt alle gegen alle in einer Endausscheidungsrunde von sechs Mannschaften. Und gleich der erste Kampf konnte fast als eine Art vorweggenommenes Finale betrachtet werden, da man auf den vierfachen Meister und Titelverteidiger vom FC Darmstadt traf. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung ließen die Speyerer aber lediglich drei Siege des Darmstädter Top-Fechters Peter Marduchajew zu und konnten durch ein 6:3 bereits den ersten Zähler auf der Habenseite verbuchen. Dabei präsentierte sich insbeson-dere Jürgen Burkhardt dank intensivem Trai-ning mit deutlich verbesserter Form.
Es folgte zunächst ein im Endergebnis knap-per, aber nie gefährdeter 5:4-Erfolg über die Auswahl aus Ditzingen.
Richtig eng wurde es anschließend gegen die mitfavorisierten Duisburger. Hier hatte die TSV-Equipe beim zwischenzeitlichen 4:2 bereits zwei „Matchbälle“, die jedoch beide nicht genutzt werden konnten. So hing beim Stand von 4:4 nun alles von Ralph Engelhard ab, der allerdings wegen einer Virus-Infektion leicht angeschlagen in den Kampf gegen seinen ehemaligen Mitstreiter aus Bonner Zeiten Gerold Boch gehen musste. Und tatsächlich war man bei einem Rück-stand von 3:4 nur noch einen Treffer von der Niederlage entfernt, doch mit Nerven aus Drahtseilen drehte Engelhard den Spieß noch um und sicherte durch ein hauchdünnes 5:4 den Gesamtsieg.
Nach einem weiteren deutlichen 7:2-Erfolg über die Turnerschaft Coburg kam es schließ-lich zum endgültigen „Showdown“ zwischen dem TSV Speyer und dem Dresdner FC. Obwohl die Gastgeber bereits eine Niederla-ge auf dem Konto hatten, musste Speyer die-sen Kampf unbedingt gewinnen, da Dresden bei Sieggleichheit wegen der höheren Zahl von Einzelerfolgen am Ende die Nase vorn gehabt hätte. Entsprechend groß war die An-spannung bei den Domstädtern. Doch ähnlich wie gegen Duisburg erwischte man den besseren Start und ging schnell mit 4:1 Siegen in Führung, nicht zuletzt durch ein starkes 5:1 von Jürgen Burkhardt über den schwierig zu fechtenden Linkshänder Prater sowie ein 5:2 von Martin Eitz über den blitzschnellen Ste-phan Wunderlich. Da jedoch keiner der drei „Musketiere“ in der Lage war, die drei folgenden „Matchbälle“ zu verwandeln, musste beim Stand von 4:4 erneut das letzte Gefecht die Entscheidung bringen. Und hier erwies sich die gute Vorbereitung und geschickte Mannschaftsaufstellung von „Cheftaktiker“ Martin Eitz als goldrichtig: Ralph Engelhard, nach Martin Eitz zweitbester Einzelfechter der Speyerer, traf nun nämlich auf den insge-samt schwächsten Einzelfechter der Dresdner Ralph Prater. Und die Rechnung ging auf, denn Engelhard lies bei seinem klaren 5:1-Sieg nichts mehr anbrennen und machte da-mit die verdiente Goldmedaille für die TSV-Senioren perfekt.
Komplettiert wurde die Bilanz der Speyerer Senioren durch die Damenflorett-Mannschaft des TSV. Mit den „Späteinsteigerinnen“ Astrid Mosbach, Sabine Hofmann und Sorina Peglow sowie Sigrun Eberhard, die seit 25 Jahren wieder ihr erstes Turnier focht, war es auch für die Seniorinnen aus Speyer eine Premiere bei Deutschen Mannschaftsmeister-schaften. Zwar musste die Damen-Equipe dabei ein wenig Lehrgeld zahlen, doch konn-te man sich von Kampf zu Kampf steigern und belegte im Endklassement immerhin den fünften Rang. Foto: Privat)
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