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Basketball: Unglaubliche Aufholjagd - Towers siegen nach großem Kampf mit 63:66 beim ASC Mainz
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SPORT | Uebersicht Sport
Dienstag, den 26. Januar 2016 um 21:49 Uhr
Das war der absolute Hammer was die Zuschauer von den beiden rheinlandpfälzischen Teams zu sehen bekamen. Mainz legte los wie die Feuerwehr und schenkte der TOWERS-Verteidigung unnachgiebig ein. Die Gastgeberinnen schienen schon wie der sichere Sieger, doch dann drehten die TOWERS das Spiel und gewannen am Ende nicht unverdient mit 63:66. Aber der Reihe nach… Zu Beginn der Partie kam Mainz gleich mit scharfgestelltem Visier aufs Feld und traf hochprozentig von Außen. Maria Neufurth eröffnete per Dreier den Mainzer Punkteregen und auch in der Zone waren die Gastgeberinnen mit Kanada-Import Vanessa Devries,die sechs Punkte beisteuerte und Gergana Georgieva (fünf Punkten im ersten Viertel) sehr gut aufgelegt. Die TOWERS-Defense kam ein ums andere Mal zu spät oder konnte nur reagieren.

Die Gastgeberinnen ließen den Ball sehr gut in ihren Reihen laufen und fanden immer wieder die freistehende Mitspielerin, die den Ball dankend in den Towers-Korb einnetzte. Auch eine Auszeit von TOWERS-Headcoach Harald Roth und die darin besprochenen Umstellungen änderte nichts am weiteren Verlauf der Partie. Mainz punktete nach Belieben und fand immer die richtige Antwort. 16:2 stand nach sechs Minuten auf der Anzeigentafel zu lesen und manch mitgereister TOWERS-Fan rieb sich verwundert die Augen. Im Angriff spielten die Roth-Schützlinge nicht ungefällig, jedoch war der Mainzer Korb wie vernagelt und einige Abschlüsse einfach zu schnell. Die Trefferquotevon unter 10% aus dem Feld  im ersten Viertel spiegelt dies auch in Zahlen wieder. Am Ende des Viertels legte dann auch noch Bria Richardson, die eine sehr starke Partie machte (insgesamt19 Punkte), mit sieben Punkten nach. Ein ums andere Mal wusste sie durch ihre Schnelligkeit zu gefallen, da sie große Lücken in die TOWERS-Verteidigung riss und ihre Mitspielerinnen uneigennützig bediente. In der Summe waren das 24 Mainzer Punkte denen magere 8 auf dem Towers-Konto gegenüberstanden (wovon sechs aus Freiwürfen resultierten!). Aus TOWERS-Sicht ein Viertel zum Vergessen!
Nun entspricht es nicht in den Charakteren der TOWERS ein Spiel aufzugeben, aber wie sollte man diese verloren geglaubte Partie noch drehen? Zu gut war das Gezeigte der Mainzerinnen, die mit Abstand ihr bestes Saisonspiel ablieferten. Es war klar, dass es nur über die Verteidigung gehen konnte und man den Mainzer Spielfluss stoppen musste.
Neu eingestellt und die Hoffnung nicht aufgebend, gingen die TOWERS wieder zurück aufs Feld. Jennifer Mocanu konnte auch gleich den ersten Korb erzielen und Hoffnung keimte auf, Mainz konterte jedoch gnadenlos. Mit sechs Punkten in Folge konnten die Gastgeberinnen die höchste Führung zum 30:10 herstellen und den TOWERS schien der Zahn gezogen. Doch dann kippte die Partie: Towers-Kapitänin Uta Gelbke, die durch Maria Neufurth eine Sonderbewachung erhalten hatte, netzte einen nicht sehr schönen aber umso wichtigeren Dreier mit Brett ein und ließ die TOWERS-Bank jubeln. Manchmal muss man es eben zwingen und sich das Glück erarbeiten. Ein 8:0-Lauf in der Folge ließ den Mainzer Vorsprung bis zur Pause auf nur noch 36:24 schmelzen.
In der Pause schworen sich die TOWERS in der Umkleidekabine ein, um diese Partie doch noch zu ihren Gunsten zu drehen und der Wille war förmlich zu spüren. Vielleicht war es diesem unbändigen Siegeswillen geschuldet, dass die TOWERS auch dann nicht auseinander fielen, als Mainz mit acht Punkten von Bria Richardson in Folge, erneut besser aus der Pause kam und den TOWERS-Rückstand auf 44:25 (24. Min) erhöhte. Aber nun kam die Zeit von Michèle Weynandt & Co. Ihr Team immer weiter anpeitschend, zog sie ein ums andere Mal zum Korb und riss Lücken, die Martina Kraus und Uta Gelbke gut für sich nutzen konnten die heiß liefen  und trotz guter Mainzer Verteidigung punkteten und so den Rückstand auf nur 12 Punkte zum 52:40 bis zum Viertelende verkürzten.
Im letzten Viertel starteten nun endlich die TOWERS  besser und konnten dank Michèle Weynandt, die unglaubliche acht Punkte in Folge machte und binnen drei Minuten die TOWERS auf  52:48 heranbrachte, die Partie wieder offen gestalten. Die erneuten Umstellungen in der TOWERS-Verteidigung griffen nun und kamen so gerade zur rechten Zeit, da die Gastgeberinnen keine leichten Würfe mehr kreieren und sie ihr Angriffsspiel nicht mehr punktebringend umstellen konnten. Jennifer Mocanu, die bis dahin eher einen durchwachsenen Tag erlebte und Michèle Weynandt rissen nun die Partie gänzlich an sich. Mocanu konnte nun ihre Schnelligkeit in die Waagschale werfen und 11 ihrer insgesamt 24 Punkten im letzten Viertel erzielen. Weynandt toppte aber ihre Performance sogar noch mit 12 Punkten im letzten Viertel.
In der 39. Spielminute war es dann endlich soweit, die TOWERS gingen durch einen Fadeaway-Turnaround Sprungwurf von Mocanu erstmalig mit 58:59 in Führung. Das Momentum lag nun bei ihnen, bauten sie die Führung dann sogar auf 58:61 aus, bevor auf Mainzer Seite Christiane Fischer mit einem Dreier 48 Sekunden vor Spielende zum 61:61 wieder ausgleichen konnte. Spannung und Dramatik pur: Weynandt wird gefoult, trifft aber nur einen Freiwurf. Der Mainzer Rebound wird von Bria Richardson in Richtung TOWERS-Korb getragen. Mit dem Kopf durch die Wand versucht sie einen Korb zu erzielen, prallt aber an der „TOWERS-Wand“ ab und verliert den Ball. Ballbesitz TOWERS. Mocanu dribbelt nach vorne, wird gefoult und geht an die Linie. Nervenstark verwandelt sie beide Freiwürfe (61:63), Auszeit Mainz bei noch 14 Sekunden auf der Uhr. Lauren Mortier soll es nach der Auszeit mit einem Dreipunktewurf richten, welcher jedoch sein Ziel deutlich verfehlt. Rebound TOWERS, Foul Mainz. Aufregung auf Mainzer Seite, da der Mainzer Trainer Alexander Schon ein Foul gesehen haben will und dies auch lautstark moniert. Leider etwas zu lautstark aus Sicht der Referees, dedie ein technisches Foul verhängen. Drei Freiwürfe plus Ballbesitz für die Towers. Das sollte es doch gewesen sein, oder? Jein. Weynandt wirft alle drei Freiwürfe, trifft jedoch nur einen (61:65, 8 Sekunden noch zu spielen), Einwurf Mittellinie. Nun passiert etwas, was man nicht wirklich erklären kann und was dem TOWERS-Trainergespann Roth-Kocak weiße Haare wachsen lässt. Der Einwurf findet nicht den Weg zur völlig freistehenden Martina Kraus, sondern zu Bria Richardson, die um einfache Punkte zu verhindern sofort gefoult wird. Da das Fähnchen noch nicht oben ist und die Mannschaftsfoulgrenze somit noch nicht erreicht, gibt es Einwurf an der Seitenlinie für die Mainzerinnen. Bria Richardson bekommt den Ball, zieht schnell zum Korb und verkürzt auf 63:65 ( noch2 Sekunden zu spielen). Auszeit Speyer. Den darauffolgende Einwurf im Vorfeld bekommt Jennifer Mocanu, die sofort gefoult wird und nun wieder an die Linie geht. Den ersten Freiwurf verwirft sie, trifft jedoch den Zweiten (63:66). Bei noch einer Sekunde auf der Uhr folgt ein sehr langer Mainzer Wurfversuch, der jedoch sein Ziel weit verfehlt. Somit endete die Partie mit 63:66 für die TOWERS.
„Mainz hat heute hier sehr stark gespielt und wir haben lange gesucht, an welchen Schrauben wir drehen müssen, um endlich ins Spiel zu finden. Zum Glück ist uns das dann in der entscheidenden Phase gelungen!“, so ein sichtlich erleichterter TOWERS-Headcoach nach dem Spiel, der zur Frage, warum Mainz den im Abstiegskampf stecke, noch Folgendes ergänzte: „Nach dieser starken Mainzer Leistung bin ich mir sicher, dass sie nicht im Abstiegskampf stecken. Dafür sind sie zu stark und haben uns zu viel abverlangt. Das hier war heute Schwerstarbeit!“

Für die TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt spielten:
Pippa Faul ( 2 Punkte / 6 Rebounds), Uta Gelbke (11  / 3), Cara Horz, Anja Jalalpoor (- / 3), Annika Klein (- / 2), Martina Kraus (8 / 11), Jennifer Mocanu (24 /1), Marla Ruf (2 / -), Kathryn Verboom (4 / 3) und Michèle Weynandt (15 / 1)

 

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