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Fußball: "Durchbruch am Flügel" - FC Speyer 09-Cheftrainer Ralf Gimmy vermittelt Spielern "ganzheitliche Ausbildung" - Teamgeist wichtiger Erfolgsfaktor
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SPORT | Uebersicht Sport
Dienstag, den 01. August 2017 um 20:30 Uhr

Von Klaus Stein
Im seinem Urlaub auf der Insel Kos hat er ein Erdbeben erlebt, kampierte mit seiner Frau zwei Tage lang nicht im Hotel sondern im Freien. Beim Trainingslager mit der Mannschaft des FC Speyer 09 in Kitzbühl absolvierte er, 50+, das volle Programm mit seinen Jungs, Durchschnittsalter zwischen 21 und 23 Jahren: Waldlauf morgens in der Früh, Training oder als "Teambuilding" "Rafting", das Kanu fahren auf einem wilden Bergbach. Am Sonntag muss er beruflich nach Südamerika. Das Leben des Ralf Gimmy ist also alles andere als langweilig.
 

Trotzdem war der Cheftrainer des FC Speyer 09  beim Gespräch mit speyer-aktuell über die anstehende Saison 2017/18 der Verbandsliga im Biergarten des Vereins ganz entspannt. Das kann er auch, denn alles läuft nach Plan. "Konditionell sich wir mit den anderen Verbandsligamannschaften auf Augenhöhe und wir haben die wohl einmalige Situation, dass wir mit Steffen Burnickel nur einen Spieler haben, der von einem anderen Verein kommt." Aber auch der war ja ein 09er, gab nur für ein Jahr ein Gastspiel in Zeiskam. Bei der mentalen Stärke sei allerdings noch Luft nach oben, meint Gimmy.
Auch sei ein Trainingsschwerpunkt das Flügelspiel und die Variante mit Milot Berisha sowie Burnickel gemeinsam auf dem Platz, das seien ja zwei klassische Stoßstürmer. Den "Durchbruch am Flügel" und gute Flanken seien dazu allerdings notwendig. Für ihn sei es weiter reizvoll, den Gegner zu analysieren und die eigene Taktik danach auszurichten.
Er habe in jungen Jahren die Fußballweisheit, dass Spiele hinten gewonnen werden, nur schwer akzeptiert, aber sie sei halt richtig. Deshalb gelte es, die Defensive nicht zu vernachlässigen. Natürlich habe man sich darüber unterhalten, wie der immer noch als Innenverteidiger eminent wichtige Andreas Backmann im Abwehrzentrum mittelfristig ersetzt werden könne. Mit seinen 41 Jahren bringe er wichtige Spielerfahrung ein, an der sich die Nachwuchsspieler aus der A-Jugend orientieren können. Es werde sich erweisen, welcher der sechs Jungen tatsächlich den schweren Sprung von der A-Jugend zum Stammspieler in der Verbandsliga schaffe: "Wichtig ist für mich die Leistung und nicht das Alter", bekräftigt der Coach.
Voll des Lobes war Gimmy für das Verhalten der Jungs, die mit im Trainingslager in Kitzbühl waren. Neben den Aktiven der 1. Mannschaft war auch die U15 mit dabei. "Wir hatten eine tolle Stimmung und die haben sich in dem komfortablen Wellnesshotel bestens benommen." Das sei für ihn immer wichtig gewesen, seinen Jungs eine "ganzheitliche Ausbildung" angedeihen zu lassen, neben den fußballerischen Fähigkeiten auch ordentliche Umgangsformen zu vermitteln. Das sei Teil der Ausbildung zum Erlangen der A-Trainerlizenz gewesen. 
"Wir haben bei einem Budget, dass im unteren Drittel der Verbandsligakonkurrenten liegt, nur die Möglichkeit, nicht mögliche Spielereinkäufe und eventuelle mangelnde inividuelle Spielstärke durch Teamgeist zu kompensieren." Natürlich wisse er, dass die Oberliga ein mittelfristiges Ziel des FC Speyer 09 sei. Dazu brauche es aber mehr Geld, man müsste sich durch drei oder vier zusätzliche Spieler verstärken, denn neben den vielen Jungen und zwei oder drei Erfahrenen Fußballern fehlten die "mittleren" Jahrgänge.
Im Bereich Marketing und Sponsoring sieht Gimmy deshalb Handlungsbedarf. Der langzeitverletzte Kevin Sigl sei nach wie vor motiviert und nahe an der Mannschaft dran. Selbst wenn er seine Knieprobleme löse, rechne er in diesem Jahr nicht mehr mit ihm auf dem Platz.
Die erste und zweite Mannschaft mehr verzahnen sei ein weiteres Ziel für ihn, auf das er sein Augenmerk richte. Mit Eleftherios Konstantakis als Trainer mit A-Lizenz sei das Projekt U23 realisierbar.
Beinahe sensationell seien die vielen Anfragen von Trainerhospitanten: "Ich staune immer wieder, woher die kommen und bei uns hospitieren wollen." Derzeit überlege die sportliche Leitung ernsthaft, mit dem Hospitanten Benny Wilhelm das Trainerteam, bestehend aus seinem alten Weggefährten Andreas Holdermann und Andreas Backmann als seine Co-Trainer, zu verstärken.
"Wenn wir in dieser starken Verbandsliga am Ende wieder auf dem vierten Platz landen, dann wäre das schon ein Erfolg. Der Aufstieg sei kein Thema.
Für den Saisonauftakt beim Oberlga-Absteiger FK Pirmasens II am 13. August, 15 Uhr, will Ralf Gimmy die kurzen Hosen anziehen: "Das wird ein heißes Spiel." (Fotos: ks/Privat)

 

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