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Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt: Strukturelle Veränderungen greifen - Fachkräftemangel, abnehmendes ehrenamtliches Engagement sowie bezahlbarer Wohnraum zentrale Themen
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SPEYER | Aus Speyerer Vereinen
Montag, den 28. Mai 2018 um 08:21 Uhr
Von Klaus Stein
 "Wir sind überzeugt davon, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Gerhard Wissmann, Vorsitzender der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt, zu Beginn eines Gesprächs im Vorfeld der Mitgliederversammlung. "Wir hatten die Erkenntnis gewonnen, dass es bei uns Veränderungsbedarf gibt und gehandelt", so Wissmann. Einige der strukturellen Veränderungen würden bereits greifen. So habe man daran gearbeitet, Mitarbeitern die Methoden zu vermitteln, um bei Stresssituationen angemessen reagieren zu können: "In solchen Situationen kommt es manchmal zu Fehlern."

 Leider stimme das Verhalten einzelner Behinderter nicht immer mit dem nach außen kommunizierten Bild von fröhlichen Menschen überein, denn ein Problem sei die Aggression und Gewalt gegenüber dem Lebenshilfe-Personal, lenkte die Pädagogische Geschäftsführerin Margarita Mayer den Fokus auf ein schwieriges Problem. Neben der Fürsorgepflicht gegenüber den Schützlingen gebe es auch eine Fürsorgeplicht für die Mitarbeitenden.
 "Wir haben Abläufe für Fälle von Aggression festgelegt und Schulungen zur Deeskalation durchgeführt", so Mayer.
 Trotzdem sei es schwierig, geeignetes Personal zu finden, benannte der kaufmännische Geschäftsführer Stefan Binder ein weiteres Problem. Da sei man in der gleichen Situation wie die meisten Einrichtungen im Hilfe- oder Pflegebereich, freie Stellen zu besetzten. Deshalb bilde man verstärkt aus mit der Hoffnung, dass einige nach der Ausbildung nicht abgeworben würden.
Es seien Flexibilität und Kreativität beim Personaleinsatz gefragt, um die Interessen der Beschäftigten mit den Notwendigkeiten der Lebenshilfe-Einrichtungen in Einklang zu bringen, so Binder.
Neben der Qualifikation sei auch die Eignung für die herausfordernde Tätigkeit bei der Arbeit mit geistig behinderten Menschen wichtig, fügte Wissmann hinzu.
Man könne auch nicht immer die maximalen Erwartungen des Umfelds der Schützlinge erfüllen, betonte Margarita Mayer. Es gebe eine neue Elterngeneration, für die sei die Lebenshilfe ein reiner Dienstleister, beklagte Wissmann. In der Vergangenheit hätten sich die Angehörigen mehr ehrenamtlich eingebracht, sei solch ein Engagement ausgeprägter gewesen: "Wir müssen noch mehr darauf achten, dass die Angehörigen auch zu uns als Verein passen, der auf Ehrenamtlichkeit aufgebaut ist."
Für die Lebenshilfe-Verantwortlichen ist die Organisation von Ehrenamt eine der Herausforderungen.
Eine weitere ist das Thema bezahlbarer Wohnraum für von der Lebenshilfe betreute Menschen. Das sei in Speyer ein großes Problem. Es gebe einen erheblichen Bedarf nach Wohnungen für gemeinschaftliches Wohnen, also gelebte Inklusion. "Solches Wohnen funktioniert dann, wenn man es gemeinschaftlich denkt", so Mayer.
Bei der strategischen Ausrichtung der gemeinnützigen GmbH gebe es ebenfalls keine Tabus, müsse man sich den zukünftigen Heraus- und Anforderungen stellen, betonte Wissmann zum Schluss.

 

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