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Die Johanniter informieren: So leistet man Erste Hilfe bei einem Badeunfall
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INFODIENSTE | Gesundheitstips
Dienstag, den 06. August 2013 um 13:07 Uhr

Somm erliches Badevergnügen endet immer wieder tödlich. Durch Leichtsinn, Kreislaufprobleme, Alkohol oder Überschätzung der eigenen Kräfte ertrinken auch in den Sommermonaten viele Menschen in Deutschland. Besonders gefährdet sind kleine Kinder: Bei ihnen gehört Ertrinken zu den häufigsten Todesursachen. Aber auch ältere Menschen zählen zur Risikogruppe. Wie in vielen lebensbedrohlichen Situationen kommt es auch hier auf schnelle Erste Hilfe an.

Lukas Schönbucher, Erste-Hilfe-Ausbilder der Johanniter in Ludwigshafen: „Vor einem Rettungsversuch sollte man unbedingt weitere Personen auf den Notfall aufmerksam machen, die über den Ruf 112 den Rettungsdienst alarmieren können. Der Retter, der den Ertrinkenden aus dem Wasser ziehen will, darf auf keinen Fall den Eigenschutz vergessen. Wenn möglich, reicht man der betroffenen Person einen schwimmenden Gegenstand, um direkten Kontakt zu vermeiden. Denn, wenn sich der Ertrinkende in Panik an den Retter klammert, könnte er den Helfenden unter Wasser drücken.“ An Land muss schnell Erste Hilfe geleistet werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. „Ist der Betroffene bewusstlos, wird er in die stabile Seitenlage gebracht. Atmet er nicht mehr, muss der Ersthelfer sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen“, erklärt Lukas Schönbucher.
Dabei geht es nicht darum, Wasser aus Lunge oder Magen herauszudrücken: „Das bringt nichts und kostet nur wertvolle Zeit“, sagt Schönbucher. Stattdessen macht der Ersthelfer den Oberkörper des Betroffenen frei, sucht die Mitte des Brustkorbs und drückt mit übereinander gelegten Handballen das Brustbein vier bis fünf Zentimeter tief senkrecht Richtung Wirbelsäule. Die Druckmassage sollte eine Frequenz von etwa 100 Mal pro Minute haben, also ein bis zwei Mal pro Sekunde. Nach 30 Druckmassagen folgen zwei Atemspenden. Dazu muss der Ersthelfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig nach hinten überstrecken. Der Helfer legt seinen geöffneten Mund über den Mund des Patienten und beatmet diesen zwei Mal langsam, bis sich dessen Brustkorb hebt und senkt. Danach folgen wieder 30 Herzdruckmassagen. (spa/Foto: Privat)

 

 

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