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Heidelberg: Dyke*March Rhein-Neckar 2018 - Lesben- und frauenliebende Frauen-Demo
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KURPFALZ | Heidelberg
Freitag, den 20. Juli 2018 um 08:31 Uhr

In der Öffentlichkeit, in den Medien, aber auch innerhalb der eigenen LSBTTIQ*-Community werden Lesben häufig nicht benannt oder dargestellt und damit unsichtbar gemacht. So ist im Zusammenhang mit Homosexualität oft nur von schwulen Männern die Rede oder die CSDs werden auch heute noch als "SchwulenParaden" bezeichnet. Und auch in Beruf, Alltag, Familie oder im engsten Umfeld stoßen lesbische Frauen noch immer auf Hohn, Skepsis oder Ablehnung.

 Auch Anfeindungen bis hin zu körperlicher Gewalt auf offener Straße gehören noch immer zur Realität vieler Lesben. Da hilft auch eine "Ehe für Alle" nicht weiter. Die schafft allein Akzeptanz für homosexuelle Paare, die sich in eine bürgerliche Norm einfügen. Gleichzeitig propagieren und bedienen rechte und konservative Parteien frauen- und homosexuellenfeindliche Tendenzen, die bis in die Mitte der Gesellschaft reichen und verweigern das Menschenrecht auf Geschichte.
Nach der Premiere im letzten Jahr gibt es am 10. August 2018 den 2. Dyke*March RheinNeckar. Am Vorabend des CSD Rhein-Neckar in Mannheim, der Christopher Street DayDemonstration, gehen in Heidelberg Dykes*, Lesben/frauenliebende Frauen für lesbische Sichtbarkeit und für Geschichte für Alle auf die Straße. Der Dyke*March ist eine Demonstration, um lesbische Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu fordern und für gleiche und feministische Rechte frauenliebender Frauen einzutreten.
Der diesjährige Dyke*March steht unter dem Motto "Herbei mit den Frauen*rechten! – Heraus mit der Lesbengeschichte!" Wir greifen das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland auf und fragen offensiv nach der Sichtbarkeit von frauenliebenden Frauen in Geschichte und Gegenwart. Es waren radikale Frauenrechtlerinnen, die erfolgreich für das allgemeine, gleiche und geheime Stimmrecht für alle Menschen kämpften. Maßgeblichen Anteil für den bleibenden Erfolg im Frauenstimmrechtskampf hatten lesbische Frauen. Ohne den Mut und den leibhaftigen Einsatz lesbischer Frauen würden bis heute keine armen Männer und keine Frauen wählen gehen können. Wer kennt heute die Namen dieser hemmungslosen Humanistinnen? Wer kennt die Profile der (frauenliebenden) Frauenrechtlerinnen?
Wir konnten die Landtagspräsidentin Muhterem Aras von Baden-Württemberg als Schirmfrau für den Dyke*March Rhein-Neckar 2018 gewinnen. Am Internationalen Frauentag forderte sie die Parteien am 8. März dazu auf, Wege zu finden, "wie wir die Hälfte der Bevölkerung in unserem Parlament besser vertreten können."  Weitere Informationen unter: www.dykemarchrheinneckar.de

Hintergrund
Dkye*March Dyke ist ein englisches Wort für lesbische Frauen und wurde lange als Schimpfwort für frauenliebende Frauen verwendet. Heute ist "Dyke" ein sogenanntes Trotzwort und wird von den so Bezeichneten statt als Beschimpfung und Stigmatisierung neu besetzt. Seit den 1960er Jahren wurde im Laufe der feministischen und der homosexuellen Emanzipationsbewegungen Dyke als politischer Begriff geprägt und positiv besetzt. "Dyke" ist deshalb heute als eine stolze und selbstbewusste Aneignung zu verstehen. In dieser Tradition machen weltweit am Vorabend der Christopher Street Day-Paraden lesbische und frauenliebende Frauen speziell auf ihre Anliegen und Bedürfnisse innerhalb der queeren Community aufmerksam.
Der erste Dyke-March fand bereits 1981 in Kanada statt, 12 Jahre später in den USA. Im deutschsprachigen Raum gibt es seit 2013 in Berlin den Dyke*March Berlin. Es folgten 2015 Köln und 2016 Hamburg. 
Organisiert wird der Dyke*March von der Initiativgruppe "Dyke*March Rhein-Neckar", bestehend aus der lesbisch-schwulen Geschichtswerkstatt HD-LU-MA/Rhein-Neckar, der Paisley Party und dem Queerfeministischen Kollektivs Heidelberg sowie engagierten Einzelfrauen. 

 

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