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"Viel Geld im System": Autonom fahrende Busse und ÖPNV "On Demand" - Verkehrsverbund Rhein-Neckar hat innovative Lösungen auch für Speyer
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AKTUELLES | NEUE MELDUNGEN
Dienstag, den 08. Januar 2019 um 11:28 Uhr
Gleich bei mehreren bundesweiten Modellprojekten hat der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) in der jüngeren Vergangenheit den Zuschlag bekommen. Der VRN wurde am 1. Dezember 1989 gegründet als Zusammenschluss von Gebietskörperschaften und Verkehrsunternehmen, die gemeinsamen und abgestimmt den öffentlichen Personennahverkehr im Verbundgebiet durchführen. Auch Speyer gehört zum Bereich des VRN. Dr. Bernhard Reichling und Klaus Stein sprachen mit VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik kurz vor Weihnachten über die Möglichkeiten eines modernen, individuelleren und innovativen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) - auch für Speyer.

"Es ist derzeit viel Geld im System für Innovationen beim ÖPNV, fast mehr, als verarbeitet werden kann", stellt Malik seinen Ausführungen voran. Das sei lange Zeit ganz anders gewesen, zeige aber, wie sich der Stellenwert des ÖPNV in Augen vor allem der Kommunalpolitiker verändert habe, man dringenden Handlungsbedarf sehe.
So sei Mannheim als eine von Fünf Städten bundesweit ausgewählt worden, um ein  Modellprojekt "kostenloser ÖPNV" einzuführen. Alle fünf hätten auf die Umsetzung verzichtet. Alleine für den Bereich des VRN wären Einnahmen von jährlich 80 Millionen Euro ersatzlos weggefallen. Hinzu wären hohe Investitionen in zusätzliche Fahrzeuge vonnöten, bundesweit etwa 12 Milliarden. Malik vertrat die Meinung, dass etwas, das nichts kostet, auf Dauer auch nicht wertgeschätzt würde. Der VRN setze auf innovative Tarife wie Abrechnung der kürzesten Entfernung zwischen Start und Ziel, also Luftlinie, über "Check-in/Check-out" direkt auf dem Smartphone: "Umwege verursachen ja nicht die Fahrgästen", so Malik.
Ein wichtiger Baustein des Modellstadt-Projektes in Stadt Mannheim ist die Förderung von günstigen ÖPNV-Tickets. Demnach werden ab 1. Januar 2019 in der Großwabe Mannheim/Ludwigshafen sogenannte "GreenCity-Tickets" zum Verkauf angeboten. Die Fahrpreise für einen Erwachsenen beispielsweise reduziert sich hier um zirka ein Drittel.
Zu den Neuerungen gehört auch die Befreiung der Arbeitgeber vom Zuschuss zum Jobticket. Die Kosten trägt der VRN.
Im technischen und logistischen Bereich setzt der Verbund auf vermehrten Einsatz von künstlicher Intelligenz. In drei Bereichen seines Geschäftsgebiets wird der VRN im kommenden Jahr einen Feldversuch ÖPNV "On Demand" starten . Umgesetzt wird es mit der Firma "IOKI", die bereits in Hamburg und Wittlich (Eifel) eine "Mobilität für alle flexibel zugänglich – zu jeder Zeit, egal ob in Metropolen oder auf dem Land - und zwar ohne eigenes Auto" - realisiert habe. Malik sieht für Speyer durchaus die Möglichkeit, in den Feldversuch mit einbezogen zu werden.

"Autonomes Fahren" und E-Busse
Mannheim hat auch den Zuschlag für einen Modellversuch "autonomes Fahren" bekommen. Auf dem Konversionsgelände "Benjamin Franklin Village" werden im Laufe des kommenden Jahres fahrerlose Fahrzeuge eines Deutschen Herstellers eingesetzt.
Das ist deshalb interessant, da die Kosten für Fahrer 30-40 Prozent der Unterhaltkosten beim Busverkehr ausmachen.
In Speyer wird verstärkt der Ruf nach Elektrobussen laut. Bei E-Bussen ist sich der VRN noch unsicher, ob batterie- oder brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge geeigneter sind. Der Versuch in Mannheim, auf einer E-Bus Linie die Fahrzeuge an Haltestellen induktiv aufzuladen, wird wegen zu hoher Investitionskosten nicht weiter verfolgt. Hier setzt man auf konventionelle Aufladestationen mit Kabel.
Bei einem modernen ÖPNV ist es wichtig, die einzelnen Verkehrsmittel zu vernetzen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Fahrrad. Das Leihsystem "VRN-Nextbike" schwächelt laut Malik allerdings in Speyer weiter, im Gegensatz zu anderen Kommunen, wo es einen Zuwachs um die 50 Prozent gibt. Warum es in Speyer nicht läuft ist unklar. Eventuell schafft man in der Domstadt mit "Pedelecs" den Durchbruch. Der VRN wird auch einen Radtourenplaner anbieten.
"Park+Ride" wird vom VRN ebenfalls organisiert, Das kann ein wichtiges Instrument von Kommunen sein, Verkehr in den Innenstädten zu vermeiden, indem man ihn am Stadtrand abfängt. Man könne mittels einer App sehen, wo und ob "Park+Ride"-Parkplätze frei seien, so der VRN-Chef. Natürlich organisiert das Unternehmen dann auch den Transport der Menschen in die Innenstädte und zurück.
Innovative Tarifgestaltung, moderne Technik sowie vernetzte Systeme schaffen attraktivere, individuellere Mobilität beim ÖPNV und werden die - schon nahe - Zukunft des Verkehrs sein, ist sich Malik sicher. (Fotomontege: ks)

 

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