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Kristina Buch Hans-Purrmann-Preisträgerin der Stadt Speyer für Bildende Kunst 2019
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SPEYER | Kultur Speyer
Montag, den 11. Februar 2019 um 11:06 Uhr
In der Schlussrunde des Wettbewerbs um die Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer für Bildende Kunst 2019 hat die hochkarätige Künstlerjury, der neben Marcel Odenbach (Köln/Düsseldorf), Karin Kneffel (Düsseldorf/München), Martin Liebscher (Berlin/Offenbach) und Ben Willikens (Stuttgart) auch der Direktor des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen, René Zechlin, angehören, am heutigen Tag über die eingereichten Originalarbeiten der ausgewählten Künstlerinnen und Künstler für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis für Bildende Kunst der Stadt Speyer“ und den "Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer" eingehend beraten.

Nach langer und intensiver Diskussion hat sich die Gesamtjury unter der Sitzungsleitung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und dem in Braunschweig als Kunsthistoriker lehrenden Prof. Dr. Andreas Bee dafür ausgesprochen, die Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer wie folgt zu vergeben: Bei der vierten Auflage geht der von der Hans Purrmann Stiftung ins Leben gerufene „Große Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ an die Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch. Der Große Preis zählt mit einem Preisgeld von 20.000 Euro sowie einer eigenen Katalogpublikation zu den höchst dotierten deutschen Künstlerpreisen. Honoriert werden soll eine individuelle künstlerische Leistung, die eine eigenständig gefundene und konsequent verfolgte Thematik ausdrückt.
Die 1983 in Meerbusch-Lank geborene Kristina Buch wurde 2013 Meisterschülerin von Rosemarie Trockel an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie war 2012 die jüngste Teilnehmerin auf der dOCUMENTA (13) und hat ihre Arbeiten u.a. in der Bundeskunsthallte Bonn (2018), MALBA / Buenos Aires (2017), Istanbul Biennial (2015), Kunsthalle Basel (2015), Index The Swedish Contemporary Art Foundation (2014), Emily Harvey Foundation NYC (2013), Manifesta9 (2012), German Embassy London (2010), Lothringer 13 Städtische Kunsthalle München (2010) gezeigt. Ihre Arbeiten sind Teil der Sammlungen wie Pinakothek der Moderne München, Museum Kunstpalast Düsseldorf und Borusan Contemporary Art Collection Istanbul.
Kristina Buch, die, bevor sie zur Kunst kam, Biologie und Theologie studierte, bedient sich in ihren künstlerischen Recherchen der gesamten Brandbreite der Kultur-, Geistes-, Natur und Sozialwissenschaften und eröffnet so unerwartete Dialoge. Besonders die Arbeit „One of the things that baffles me about you is that you remain unmurdered“ und die feinsinnige Gesamtinstallation überzeugten die Jury.
Kristina Buch entwickelt ihre Werke stets aus ihren individuellen Erfahrungen heraus und erreicht so eine poetische Balance zwischen Ästhetik und künstlerischem Konzept.
Für den „Großen Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ wurde sie vorgeschlagen von Prof. Rosemarie Trockel (Kunstakademie Düsseldorf).
Ugur Ulusoy gewinnt den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“
Der Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ wurde 1965 anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann von der Stadt Speyer gestiftet und wird bereits zum 19. Mal vergeben. Der mit 6.000 Euro und einer eigenen Katalogpublikation dotierte Förderpreis soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstlerinnen und Künstler verliehen werden, die einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen. Die Auszeichnung erhält der 1984 in Oberhausen geborene Künstler Ugur Ulusoy. Malerei und Installationen sind die bevorzugten Techniken des freien Künstlers, der außerdem Industriedesign und Architektur studierte.
Ugur Ulusoy überzeugte mit einer sehr eigenständigen raumgreifenden, malerischen Installation zwischen Bühnenbild, Diorama und Rauminstallation. Im besten Sinne antizyklisch, entgegen der aktuellen Trends, präsentiert er in seiner Malerei der ein wahres Potpourri an kunsthistorischen Referenzen die sich überlagern und verdichten. Die Arbeiten machen neugierig auf seine weitere künstlerische Entwicklung.
Die feierliche Preisverleihung fand Samstag im Historischen Ratssaal Speyer statt. Die Festreden hielten Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Maria Leitmeyer, M.A., Kustodin des Purrmann-Haus Speyer.

Ausstellung zum Wettbewerb um die Hans-Purrmann-Preise 2019
Den 15 Finalisten (acht Finalisten des Förderpreises und sieben Finalisten des Großen Preises) richtet die Stadt Speyer im Kulturhof Flachsgasse vom 9. Februar bis zum 10. März 2019 eine Ausstellung aus. Diese kann bei freiem Eintritt jeweils Donnerstag bis Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden.

Der Namensgeber Hans Purrmann
Die beiden Preise werden in Erinnerung an den 1880 in Speyer geborenen Maler Hans Purrmann von der Stadt Speyer und der Hans Purrmann Stiftung getragen.
Hans Purrmann war Schüler von Franz von Stuck und Mitglied der „Berliner Secession“. In Paris zählte er zu den Gründungsmitgliedern der „Académie Matisse“. Mit seinem Lehrer Henri Matisse blieb er lebenslang freundschaftlich verbunden. Es folgten Jahre des künstlerischen Erfolgs in Deutschland, Italien und im Tessin. Hans Purrmann gilt als der große Kolorist Deutschlands im 20. Jahrhundert.
Die Konzeption der beiden Preise orientiert sich an Purrmanns Selbstverständnis und Lebensdynamik: leidenschaftlicher Antrieb, hohe Risikobereitschaft, Mut zum Experiment, Offenheit, Klarheit und Kraft in Farbe und Form und ein europäischer Horizont sind die herausragenden Merkmale, die in die Gegenwart zu übersetzen sind. (spa/Foto: Lena Böhm)

 

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