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Speyerer Autorin Karin Firlus liest im Weinstudio Pfalz aus neuem Roman "Smartphone, Sorgen und Salbei" vor
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SPEYER | Kultur Speyer
Donnerstag, den 28. Februar 2019 um 21:36 Uhr
Karin Firlus, Mitglied des Literarischen Vereins der Pfalz, Gruppe SPIRA, stellte im Februar ihren neuen Roman Smartphone, Sorgen und Salbei bei einer Lesung im Weinstudio Pfalz vor. Wir haben den Roman gelesen. Hier unser Eindruck: Wir haben doch alle die gleichen Sorgen, oder nicht? Älter werden, Probleme im Job, die lieben mobbenden Kollegen und blöden Chefs, die Angst vor dem Alleinsein im Alter, das Sich-Kümmern-Müssen um die im Heim lebende demente Mutter, das schwierige, distanzierte Verhältnis zum erwachsenen Kind, die späte Suche nach einem Partner … Wem das alles nur zu bekannt vorkommt, wird mit großer Teilnahme und Verständnis das Schicksal der in Speyer lebenden Protagonistin Irene Hofmann verfolgen.

Ein bisschen heftig trifft es die Mittfünfzigerin ja schon, als ihr im ersten Kapitel der Chef kurz und bündig eröffnet, sie sei nun zu alt und zu teuer für seine Firma, er wolle sie los werden. Das sei doch normal, meinen die Kolleginnen und Freundinnen: Sie solle sich halt mal besser schminken und was hübsches anziehen. Doch auch eine Wellnessbehandlung, ein Frisörbesuch und sogar ein Urlaub an der See helfen ebenso wenig wie eine kurze Liebesaffaire, ganz zu schweigen vom Stück Kuchen, das sofort das schlechte Gewissen auf den Plan ruft. Gut, dass es ein paar Freundinnen gibt, denen es anscheinend ernst ist mit ihrer Teilnahme für Irene. Denn die lässt sich immer mehr gehen, kapselt sich aus Frust zusehends von ihrem sozialen Umfeld ab. Ganz geschickt verknüpft die Autorin diese Alltäglichkeiten zu einer Handlung, die manchmal sprunghaft wirkt (was, schon Silvester?), aber allemal viel mit der Realität zu tun hat. Vielleicht ist der böse Chef ein bisschen zu herzlos gezeichnet. Wenn er versucht, Irene dadurch kirre zu machen, dass er ihr jegliche Arbeit entzieht, fragt man sich, ob er sich da nicht widerspricht. War ihm die Mitarbeiterin nicht zu teuer geworden? Und dann bezahlt er sie fürs Nichtstun? Aber vielleicht gibt es solche Stinkstiefel als Vorgesetzte ja wirklich. Karin Firlus hat sich jedenfalls vom Falle einer Bekannten inspirieren lassen. Der Roman spielt in Speyer, doch wird auf allzu vordergründiges Lokalkolorit verzichtet. Im Vordergrund steht die Protagonistin. Deren Probleme, die uns allen nur zu bekannt vorkommen, werden ohne Larmoyanz, aber doch mit einigen nachdenkenswerten Fragen geschildert. Und gelegentlich mit Humor. Das sorgt für die nötige Distanz. Ein Liebesroman ist das Buch nicht, aber das Ende öffnet immerhin eine Perspektive. Und die gönnt man Irene von Herzen. Welche Botschaft hat der Roman? Wer mit sich und seiner Situation unzufrieden ist, mag sich so bald wie möglich fragen, was er oder sie denn nun wirklich mit seinem oder ihrem Leben anfangen will. Die Antwort darauf zeigt dann schon den Weg auf, den man gehen sollte. (rok/Foto: rok)
Karin Firlus, Smartphone, Sorgen und Salbei, Roman, 379 S, epubli GmbH, Berlin ISBN 978-3-7467-8049-8

 

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