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Live-Interview: Sänger Kelvin Jones: "Wenn du eine Gitarre und einen Traum hast, dann gehe dorthin und versuche dein Glück"
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KULTUR | Kultur Regional
Mittwoch, den 13. Juli 2016 um 14:35 Uhr
Von Harald Stein
Vom Student zum weltweit gefeierten Musikstar. Die Stimme von Kelvin Jones begeistert. Seine Songs sind eine perfekte Melange aus Blues und mitreißendem Pop. 2015 startet der Wahl-Londoner mit seinem Song "Call You Home", ein Song, der zunächst nur für ihn persönlich eine große Bedeutung hatte und dann durch den weltweiten Erfolg auf so vielen weiteren Ebenen "bedeutungsvoll" für Kelvin Jones wird. Ein Freund des 21-jährigen postet dessen Song "Call You Home" 2014 auf dem Internet-Portal Reddit, wo dieser binnen 24 Stunden über eine Million Mal aufgerufen wurde.

Das war der Anfang einer Geschichte, wie sie nur das Social-Media-Zeitalter schreiben kann. "Call You Home" wird von der bekannten US-TV-Show "Good Morning America" entdeckt und beschert Kelvin über Nacht eine Armee von Followers. Die Songs seines Debütalbums "Stop The Moment" hat der in Simbabwe geboren und als 9-Jähriger mit seinen Eltern nach England Gezogene, in Berlin aufgenommen. Warum Berlin? "Wegen der Menschen, denn die Deutschen sprechen alle Englisch". DURCHBLICK-Journalist Harald Stein traf den mittlerweile weltbekannten Sänger Kelvin Jones zu einem lockeren Gespräch:

Harald Stein: Hallo Kelvin, das Märchen von "Cinderella" muss neu geschrieben werden. Ohne an einer Casting-Show teilgenommen zu haben, wurdest Du über Nacht ein Musik-Star und das weltweit. Ist das richtig, dass Du alles einem Freund zu verdanken hast?
Kelvin Jones: Das stimmt (lacht). Ich war an der Uni um Maschinenbau zu studieren. Ich habe schon früh begonnen Musik zu machen und eigene Lieder geschrieben. Ich machte ein Video von "Call You Home" und stellte es ins Netz. Mein Freund teilte das Video und veröffentlichte ohne mein Wissen auch auf "Reddit". Innerhalb einer Stunde hatte ich über 1 Million Klicks. Als ich dann das erste Mal meinen Song im Radio hörte, konnte ich das nicht glauben. Ich stellte mir die Frage: "Bin das ich gerade im Radio?". Zuvor liefen Songs von "Ed Sheridan" und anderen weltbekannten Pop-Stars und dann ich auf dem gleichen Sender. Wow! Vor kurzer Zeit machte ich noch Musik bei mir zu Hause und jetzt für die ganze Welt. Das alles ist noch nicht so lange her und ich habe in dieser kurzen Zeit mehr erlebt, als die Jahre zuvor. Hätte mein Freund "Call You Home" nicht auf "Reddit" veröffentlicht, würde ich bestimmt noch heute täglich in die Uni rennen (lacht).

Harald Stein:  Wie reagierten Deine Eltern darauf, als Du Dein sicheres Studentenleben mit dem eines Musikers getauscht hast?
Kelvin Jones: Das war für mich das schwierigste Gespräch mit meinen Eltern. Ich sagte, dass ich das Studium beende damit ich mich voll und ganz meiner Musik und meiner Karriere widmen kann. Auch meine Eltern haben typisch reagiert und sagten, es ist schon ok, dass ich Musik mache, aber ich soll erst mein Studium beenden und etwas Gescheites lernen. Dann kann ich es mit meiner Musik versuchen. Als mich meine Mutter im Radio singen hörte, waren ihre Zweifel wie weggeflogen.

Harald Stein: "Stop The Moment" ist Dein erstes Album und wurde im Oktober 2015 veröffentlicht. Welchen Moment wolltest Du festhalten?
Kelvin Jones: Als ich den Titel-Song "Stop The Moment" geschrieben habe, war ich gerade in Berlin. Ich hatte die Inspiration, dass man nicht nur auf die großen, sondern mehr auf die kleinen Momente im Leben achten soll. Oft steht das Monumentale im Vordergrund und man sieht nicht die kleinen Dinge die das ganze ausmachen. Warum an eine Weltreise denken, wenn man mit Freunden gemütlich die Zeit verbringen kann. Ich war fasziniert von dieser Idee der kleinen Momente.

Harald Stein: Seit 12 Jahren lebst Du in der Musik-Metropole London. Warum wurde Dein Album in Berlin produziert?
Kelvin Jones: Wegen der Menschen und weil ich einen Musikvertrag bei dem deutschen Label "Four Music" unterschrieben habe. Ich war gerade ein Tag in Berlin und war sofort restlos begeistert. Die Deutschen sprechen alle Englisch, aber im Unterschied zu den Engländern reden sie nicht um den heißen Brei herum. Sie sind direkt. Ich kann mit Lob und Kritik umgehen, so lange beides ehrlich ist. Hinzu kommt, dass ich es faszinierend fand, mein Debütalbum eben nicht zuhause aufzunehmen, sondern an einem Ort, wo alles fremd und interessant ist. In Berlin habe ich im Michelberger Hotel gewohnt, das in meinen Augen das heutige Chelsea Hotel ist. Wenn du eine Gitarre und einen Traum hast, dann gehe dorthin und versuche dein Glück.

Harald Stein: Mark Forster ist in Deutschland ein sehr bekannter Sänger. Sein Lied "Wir sind groß" ist die Hymne zu Fußball-EM 2016. Wie kam es dazu mit ihm auf Tournee zu gehen?
Kelvin Jones: Das war eigentlich ganz witzig. Auf Instagram sah ich ein Bild von Mark Forster mit meiner CD in seinen Händen und die Tour-Termine. Ich dachte "Wow", was soll das. Da habe ich von dieser gemeinsamen Tournee erfahren. Mein Management hatte mir noch nichts von der gemeinsamen Tour gesagt. Als ich Mark das erste Mal traf merkte ich sofort, das ist ein sehr sympathischer und toller Musiker. Die Tournee war ausverkauft und einfach geil.

Harald Stein: Die Auskopplung "Call You Home" aus Deinem Album wird in sämtlichen Radiosendern weltweit gespielt. Die Leute sind von dieser Ballade restlos begeistert. Ist dieser Song ein klassisches Liebeslied für Dich?
Kelvin Jones: Ja, denn das ist ein Thema das jeden Songwriter inspiriert. Als ich dieses Lied schrieb dachte ich, dass meiste was ich in meinen jungen Jahren erlebte drehte sich um ein Thema – die Liebe. Ich wollte über Dinge schreiben, zu denen ich was zu sagen habe. Vielleicht sind deshalb die meisten Songs auf dem Album Liebeslieder. Jetzt habe ich schon so viel erlebt, da werden bestimmt auf meinem nächsten Album weniger Liebeslieder sein.

Harald Stein: Mit 21 Jahren bist Du ein junger Sänger in dieser Szene. Gibt es Musiker die Dich in Deinem Stil oder Sound beeinflusst haben?

Kelvin Jones: Ich habe viel Blues gehört und als Kind immer schon gern gesungen. Das war so viel, dass meine Eltern mich gefragt haben, ob ich auch mal eine Pause einlegen kann. Als mein Bruder eine Gitarre geschenkt bekam, wollte ich immer besser spielen als er. Dann habe ich die Musik von John Mayer gehört. Von da an wollte ich eigene Songs schreiben. Ich war und bin von der Spielweise und dem Gesang des legendären B.B. King begeistert. Deshalb hatte ich mir eine E-Gitarre gekauft. Auch der Blues-Rocker Stevie Ray Vaughn und die Musik von "Oasis" haben mich beim Schreiben meiner Songs inspiriert.

Harald Stein: Was sind für Dich wichtige Kriterien, um einen guten Song zu schreiben?
Kelvin Jones: Bevor ich zur Produktion ins Studio gehe ist es mir wichtig, dass ich alle Lieder auch ohne Band, nur mit meiner Stimme und mit meiner Akustik-Gitarre allein performen kann. Das ist für mich oberste Priorität. Die weiteren Instrumente und Percussions die dem Lied das Volumen geben, sind mir nicht so wichtig.

Harald Stein: Kelvin, ich danke für das Gespräch und wünsche Dir noch viele Charts-Erfolge weltweit.
(Foto: Thomas Stein)
 

 

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