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Kulturjahr 2019: Stimmungsvoller Jahresauftakt der "Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz" (ZIRP) im Ludwigshafener Bloch-Zentrum - Modeschöpferin Anja Gockel plädiert für mehr Design im Alltag
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KULTUR | Kultur Regional
Freitag, den 25. Januar 2019 um 22:29 Uhr
Von Klaus Stein
Rheinland-Pfalz ist ein Bundesland mit vielfältiger Kultur. Diese Kultur zu fördern hat sich die "Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz" (ZIRP) zum Ziel gesetzt. Am Donnerstagabend fand zum fünften Mal in Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum eine Auftaktveranstaltung in das rheinland-pfälzische Kulturjahr 2019 statt. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik erlebten zwei unterhaltsame und informative Stunden. Michael Heinz, Vorsitzender der ZIRP und Mitglied des Vorstands der BASF SE, übergab zu Beginn der Veranstaltung die jährliche karitative ZIRP-Spende in Höhe von 1.000 Euro an den Verein ROCK YOUR LIFE! in Mainz.

"Ernst Bloch war ein Philosoph der Hoffnung", sagte die neue Direktorin des Ernst-Bloch-Zentrums, Immacolata Amodeo bei einer von SWR-Moderatorin Patricia Küll geführten Gesprächsrunde. Bloch habe nie Hoffnung aufgegeben, doch etwas zum Besseren wenden zu können, so die Professorin mit Italienischen Wurzeln. Das sei eine wichtige Botschaft in Zeiten, in den viele eher verzagten.
Ebenfalls recht neu im Amt ist Beat Fehlmann, Intendant der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Für den Schweizer, selbst ausgebildeter Musiker, sind Orchester unverzichtbar, erlebten die Menschen doch Musik in ihrer höchsten Form hautnah. Er selbst sei allerdings nicht geeignet für ein Orchester, er könne sich nicht unterordnen, bekannte Fehlmann. Dass es eher eine Strafe sei, statt in der Schweiz in Ludwigshafen leben zu müssen, dieser Aussage widersprach er eher zaghaft. Allerding findet der als passionierter Wanderer den Pfälzerwald toll, obwohl es da, wenn es nach oben geht, auch schon gleich vorbei sei.
"Warum wird bei den meisten Neubauten kein Designer mit einbezogen, denn aus den Steinen kann man auch schöne Gebäude bauen und nicht nur hässliche Wohnklötze." Unter großem Beifall brach die Modedesignerin Anja Gockel aus Mainz eine Lanze für mehr Design und bessere Gestaltung im Alltag. Gockel, Designerin des Jahres 2017, präsentierte zum zweiten Mal ihre Modekollektion vor einigen Tagen im Berliner Luxushotel "Adlon". Die Mainzerin engagiert sich als Gründungspräsidentin des IWF Deutschland (international womens forum), einem internationalen Netzwerk für Frauen in Führungspositionen. Auch war sie Designbotschafterin 2018.
Für das Fernsehen habe sie für einige Zeit beobachtet, wie Menschen im Mainzer Bahnhof gekleidet waren. Ihr Urteil fiel vernichtend aus, denn überwiegend habe sie T-Shirts mit zweifelhaftem Design gesehen. "Die Einkäufer der Konzerne kaufen bei uns nicht", entgegnete Gockel auf die Frage von Patricia Küll, warum in den Geschäften oft minderwertige Mode angeboten werde und es aus ihrer Kollektion dort nicht zu kaufen gibt.
Ihr Familienbetrieb sei eines der wenigen kleinen Modelabel, die überlebt hätten. "Qualität gibt es eher in den kleinen Geschäften, aber die verschwinden ebenfalls zusehends", so Gockel. Die Kunden müssten schon dort einkaufen wenn sie nicht wollten, dass es demnächst nur noch "Amazon"-Einheitsware gibt.
Nach dieser äußerst unterhaltsamen Talkrunde, an der eigentlich auch die neue Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck eingeplant war, die allerdings krankheitsbedingt absagen musste, war bei einem Imbiss Gelegenheit zum Austausch.
Musikalisch umrahmten die Geschwister Kai (16) und Xixi (19) Gabel aus Worms auf der Violone den Abend. Sie gehören zu den aktuellen ZIRP-Stipendiaten. (Fotos: ks)

Hintergrund:
Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. stärkt im gemeinsamen Engagement von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur das Land als internationalen Wirtschaftsstandort, attraktiven Lebens- und Arbeitsraum und als lebendigen Ort europäischer Kultur. Die ZIRP fördert den Dialog verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und gibt Impulse für zukunftsweisende Themen und Projekte. Sie versteht sich als Netzwerk, Impulsgeber und Standortinitiative.
Die Arbeit der 1992 ins Leben gerufenen Initiative wird ermöglicht durch einen Trägerverein: Rund 90 Persönlichkeiten, Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur und Kirche tragen diese bundesweit einmalige Form der öffentlich-privaten Zusammenarbeit.

 

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