Es ist eines der ersten Konzerte im Hölderlinjahr 2020: Am 30. Januar, 20 Uhr, präsentiert der Konzertpoet und Spoken Word Künstler Timo Brunke mit der Hölderlin-Spoken-Word-Band im Rahmen der „SPEYER.LIT“-Reihe im Historischen Rathaus einen ganz besonderen Hölderlin-Abend. Für den passenden Sound sorgen Boris Kischkat (E-Gitarre), Andreas Krennerich (Saxophone) und Peter Perfido (Schlagzeug und Percussion).

Die Hölderlin-Spoken-Word-Band hat sich anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Hölderlins 2020 gegründet. Das Künstlerquartett verpasst den Hölderlin'schen Versen ein neues Soundkleid und bringt die Sprache Hölderlins vollmundig zum Blühen. Dabei fahnden die drei Musiker und Timo Brunke nach den Verquickungen von Sprache und Musik, die in Hölderlins Dichtung bereits angelegt sind. In der Auseinandersetzung mit Hölderlins Lyrik entsteht eine neue Ausdrucksform: der „Spoken-Word-Jazz“. Dieser musikalisch-poetische Gesamtstil trägt die Metren, Rhythmen und Lautklänge Hölderlins in einen fein austarierten Dialog hinein mit unserem heutigen Empfinden für Länge und Kürze, Ernst und Erhabenheit, Hochgefühl und Ratlosigkeit.

Die vier Künstler, von denen drei in Stuttgart leben, wollen mit ihrem sprechmusikalischen Start-up das Daseinsgefühl der kommenden Zwanziger-Jahre mit dem substantiellen Ton eines noch gänzlich unverbrauchten Klassikers sättigen. Die Kernfrage Hölderlins – was ist der Mensch angesichts des übermächtigen Wandels der Geschichte? – drängt die Künstler, Hölderlins Texte so intensiv, so existentiell und so nah wie möglich aufzuführen.

Das Besondere: Timo Brunke benutzt die Sprache quasi als Musiker. „Es ist anders, als wenn ich einen Sprecher begleiten würde, sondern wir können Jazz miteinander machen“, so Boris Kischkat. „Ein Blick, und es ist klar, wer jetzt dran ist. Gemeinsames Hinsteuern auf den einen Moment, den niemand festhalten kann, der stattfindet - im Hier und Jetzt. Die Sprache musiziert einfach mit.“

Karten für den etwas anderen Hölderlin-Abend gibt es bei der Tourist-Information der Stadt Speyer, im Spei´rer Buchladen und über das Online-Ticketportal Reservix. Weitere Infos:www.speyer.de/lit /ps

Speyer. Kulturpass jetzt auch beim Fachbereich 4 Jugend, Familie, Senioren und Soziales erhältlich – Ehrenamtliche gesucht

Seit 2019 ist das Kulturparkett Rhein-Neckar in Speyer aktiv und unterstützt Menschen mit geringem Einkommen dabei, aktiv am Kultur- und Sozialleben teilzuhaben. Neben Speyer beteiligen sich die Städte Mannheim, Heidelberg, Schwetzingen und Ludwigshafen am Kulturpass. Mit dem Kulturpass können Menschen Ausstellungen und Veranstaltungen der über 120 Kulturpartner des Kulturparketts in allen beteiligten Städten besuchen. 

Auch in Speyer haben sich zahlreiche Kultureinrichtungen entschlossen, diese gute Sache mit Kartenspenden zu unterstützen. Derzeit sind Karten für alle Kulturveranstaltungen der Stadt Speyer einschließlich Rathauskonzerten und der literarischen Reihe SPEYER.LIT, der Dommusik, des Historischen Museums der Pfalz, des Kinder- und Jugendtheaters, für Philipp eins, Purrmannhaus, Zimmertheater, Akkordeonorchester Speyer und der Speyerer Karnevalsgesellschaft (SKG) verfügbar.

„Auf Mikas Spuren“ 

Mika ist verschwunden! Die Eltern sind fassungslos. Sie befürchten, dass irgendetwas nicht stimmt. Um den verzweifelten Eltern zu helfen, ruft eine Freundin Menschen aus der Umgebung zusammen: Bitte kommt hierher! Wir brauchen Eure Erfahrung und Eure Ideen! Könnt Ihr herausfinden, wo Mika ist und was Mika vorhat? Gerade ist die Wohnung leer. Ihr habt eine Stunde Zeit, um Mikas Zimmer nach Spuren zu durchsuchen.

Der Escape Room, der von der politischen Jugendbildung für junge Menschen ab 14 Jahre entwickelt wurde, macht vom 10.02.-14.02.2020 in Speyer in den Räumen der Burgfeldschule Station. Gruppen von max. 8 – 10 Personen können ihn dort unter Anleitung der Pädagoginnen Christiane Schneider und Michaela Peters durchlaufen. 

Pure Musik ohne Schnörkel spielte das Michaela Feco Duo, bestehend aus der Sängerin Michaela Feco und dem Gitarristen und Sänger Stefan Teutsch. Im familiären Rahmen des Jugendcafé Speyer-Mitte übertrug sich die Stimmung schnell auf das Publikum. Einige begannen, das Tanzbein zur Musik zu schwingen.

Musikalisch war der Auftritt aus einem Guss, wenn auch die Lieder, die das Duo spielte, von sehr unterschiedlichen Künstlern kamen. So gab es rockiges von Billy Idol (Rebel yell), AC/DC (Highway to hell) oder No Doubt (Just a girl), Souliges von Stevie Wonder (Superstitious) oder Prince (Sign o' the times) sowie aktuelle Popmusik von Lady Gaga (Bad Romance), Pink (F**kin' perfect) oder Snow Patrol (Chasing cars) und 80s, z. B. Talk Talk (It's my life) oder Eurythmics (Here comes the rain again).

Michaela Feco und Stefan Teutsch machten aus diesen Liedern ihre eigenen. Alles klang wie aus einem Guss. Michaela Feco gab den Liedern mit ihrer kräftigen Stimme eine persönliche Note, ebenso das Gitarrenspiel und der Gesang von Stefan Teutsch. Das war Musik vom Feinsten, eben pur und echt. Der Funke sprang schnell auf die Besucher über und begeisterte alle anwesenden, sowohl junge wie auch ältere.

Das Konzert dauerte etwa drei Stunden, in denen das Michaela Feco Duo ein sehr abwechslungsreiches Repertoire darbot. Es war ein unterhaltsamer Auftritt, der bekanntes und unbekanntes sowie altes und neues gelungen vermischte. Das Publikum war am Ende restlos begeistert und bekam einige verdiente Zugaben. Es war ein weiteres Wohnzimmerkonzert, das gut(es) tat, nämlich Spenden für die Arbeit der gemeinnützigen CoLab mit Systemsprengern zu sammeln.

Die Kulturstiftung Speyer teilt mit, dass unter ihrem Dach zur Jahreswende eine Treuhandstiftung errichtet worden ist. Das Stiftungskapital beträgt 100.000,- Euro. Im Andenken an die Ehefrau des Stifters fördert die neue Stiftung Kunst und Kultur in Speyer und der Pfalz. Ein Anliegen ist auch die Förderung der musikalischen Betätigung durch Laienorchester. Die Erträge der Stiftung dienen neben Konzertveranstaltungen der Aus-und Weiterbildung von Musikern, dem Kauf von Musikinstrumenten und Notenmaterial sowie gegebenenfalls der Verleihung von Preisen für hervorragende musikalische Leistungen. Innerhalb weniger Tage hat das zuständige Finanzamt Speyer-Germersheim die eingereichte Satzung geprüft und die Gemeinnützigkeit anerkannt. Der Vorsitzende des Vorstands der Kulturstiftung Speyer, Peter Eichhorn, lädt zum Nachmachen ein: "Bekanntlich bedeutet Nachhaltigkeit, dass nur so viele Bäume gefällt werden wie Holz nachwächst. Besonders nachhaltig sind Stiftungen, denn sie sprudeln ewig."

Pur und echt ist das Michaela Feco und Stefan Teutsch Akustik Projekt. Wenn Michaela von Musik spricht, von dem kreativen Prozess und den Gefühlen, die hinter einer Geschichte stehen, dann spürt man in jedem Wort, in jedem Satz eine schier grenzenlose Leidenschaft und Verbundenheit zur Musik: „Die Bühne ist mein Zuhause.“ Bereits im Kindesalter hat Michaela Ihre ersten musikalischen Bühnenerfahrungen gesammelt. Die in der Slowakei geborene Sängerin versteht sich darin immer neu zu erfinden. „Ich bin noch lange nicht angekommen.“ Sie lässt sich in keine musikalische Schublade stecken. Ihre musikalische Wandelbarkeit verdankt Sie verschiedenen Projekten, unter anderem Pop, Rock, Tonfilmschlager und Musical, an denen Sie in den vergangenen Jahren mitgewirkt hat. Ihre Gesangsausbildung absolvierte sie bei Wolfram Blank. Michaela Feco ist eine außergewöhnliche und eigenwillige Solokünstlerin, die mit ihrer warmen und beweglichen Stimme berührt. Offen, ehrlich und mit viel Wärme versteht sie es, die Zuhörer mit ihrem musikalischen Feingefühl zu bezaubern. Hierbei wird sie von Stefan Teutsch, in der Region bekannt unter anderem mit seinen Projekten JamSlam und TenString, begleitet. Der Eintritt ist frei.

Speyer. Unter dem Motto „Der Dom braucht viele Freunde“ veranstalteten der Dombauverein Speyer und die Buchhandlung Osiander am 25. November in der Speyerer Stadthalle eine Lesung mit vier Speyerer Autoren: Uwe Ittensohn las aus seinem ersten Krimi „Requiem für den Kanzler“, Kerstin Lange aus „Pfälzisch kriminelle Weihnacht“, Guido Diekmann aus „Die sieben Templer“ und Christof Lode alias Daniel Wolf aus „Die Gabe des Himmels“. Musikalisch mitgestaltet wurde die Veranstaltung von Christoph Stadtler und seiner Partnerin Lisbania Perez. Alle Künstler traten honorarfrei auf.

Vor wenigen Tagen ist im Alter von 97 Jahren Gerlind Hess gestorben. Sie errichtete vor zehn Jahren im Andenken an ihren 1966 gestorbenen Ehemann Otto Hess die Otto und Gerlind Hess-Stiftung unter dem Dach der Kulturstiftung Speyer.

 

SPEYER. Kaum wurde der Jahresorden der Badisch-Pfälzischen Karnevalvereine für die neue Kampagne in Bruchsal vorgestellt und nur wenige Tage danach dürfen sich auch die Mitglieder des Förderkreises im Hause der Badisch-Pfälzischen Fasnacht über den Orden, das als Motiv das Damianstor von Bruchsal ziert, darüber freuen. In mehreren Feierstunden der einzelnen Bezirke im Haus der Badisch-Pfälzischen Fasnacht nutzte der Vorsitzende des Förderkreises, Jürgen Lesmeister (Ramstein) sich nicht nur bei den anwesenden Mitgliedern für ihre Engagement und Unterstützung mit einem Jahresorden zu bedanken.

Vom 24. bis 30 Mai 2020 findet das 28. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz in Gera und Erfurt statt. Beim GOLDENEN SPATZ werden die besten Kino- und TV-Beiträge sowie digitalen Angebote für Kinder prämiert. Seit über 40 Jahren entscheidet dabei die Zielgruppe selbst: zwei Kinderjurys vergeben die begehrten GOLDENEN SPATZEN. Bis zum 18. Januar 2020 können sich Film- und Medienfans im Alter von 9 bis 13 Jahren für dieses einzigartige Erlebnis bewerben und Teil des größten Festivals für deutschsprachige Kindermedien werden. Die Jurykinder sichten, testen und diskutieren während der Festivalwoche die eingereichten Kino- und TV-Beiträge sowie digitalen Angebote und überreichen bei der feierlichen Preisverleihung am 29. Mai 2020 die GOLDENEN SPATZEN. Während des Festivals werden die Kinder rundum betreut. Für Anreise, Unterkunft und Verpflegung ist gesorgt - die Teilnahme ist für die Kinder kostenfrei.

Schon bei der Gründung nahmen sich Ten String vor, „einen musikalischen bunten Blumenstrauß“ zu binden. Sie waren von der Idee angetan etwas „Anderes und Besonderes“ zu machen. Und genau das taten Stefan Teutsch (Gesang und Gitarre), Amy Klein (Gesang und Geige) sowie Daniel Schäfer (Bass). So erklangen bekannte Lieder aus Pop und Rock in einem völlig neuen Gewand, nämlich im Stile des Bluegrass. Ebenfalls im Repertoire hatten die drei Musiker klassische Bluegrass Lieder.

Lieder wie „Sound of Silence“, „Bridge over Troubled Water“ und „Mrs. Robinson“ machten Simon & Garfunkel weltberühmt. Das Duo „Graceland“ lässt die Musik der großen Meister aus den USA wieder lebendig werden.

Am Donnerstag, 19. Dezember 2019, um 16 Uhr werden Groß und Klein in der Stadthalle in Speyer in eine märchenhafte Welt voller Zauber und Poesie entführt: Das Theater Liberi inszeniert das französische Volksmärchen „Die Schöne und das Biest“ als modernes Musical für die ganze Familie. Gefühlvolle Eigenkompositionen und temporeiche Choreografien versprechen ein unterhaltsames Live-Erlebnis für Kinder ab vier Jahren, Eltern und Großeltern.

Der 10. Landesorchesterwettbewerb fand an diesem Wochenende in der Stadthalle in Speyer statt, bei dem sich rheinland-pfälzische Laienmusiker aus 17 Orchestern musikalisch miteinander messen ließen. In 11 Kategorien vom Blasorchester, über Big Band, Querflötenensemble bis zu den Zupf-Ensembles zeigten mehr als 450 Musikerinnen und Musiker reife Leistungen, für die man in zahlreichen Übungsstunden viel Zeit und Freude am Musizieren investiert hat.

„Weibliche Lebenswelten im langen 19. Jahrhundert“ – so heißt die Tagung im Historischen Ratssaal in Speyer, Maximilianstraße 12, zu der das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde zusammen mit dem Historischen Verein der Pfalz und dem Stadtarchiv Speyer am Freitag und Samstag, 25./26. Oktober, einlädt. Dieses spannende Thema wurde bislang in der Regionalgeschichtsforschung eher vernachlässigt, so dass lediglich ein paar Einzelstudien den Geschichtsinteressierten vorliegen. Die diesjährige Jahrestagung des Historischen Vereins unter Leitung von Institutsdirektorin Dr. Sabine Klapp und Stadtarchivleiterin Dr. Christiane Pfanz-Sponagel betrachtet einen Zeitraum, der vor dem Hintergrund der industriellen Revolution und der damit einhergehenden Trennung der Arbeits- und Wohnbereiche von Familien weitreichende Veränderungen für den Lebensalltag von überwiegend bürgerlichen Frauen mit sich brachte. Ihr Leben fokussierte sich nun stark auf den häuslichen, privaten Bereich, während Arbeiterinnen mit langen Arbeitstagen und schlechter Entlohnung zum Haushaltseinkommen beitragen mussten.