Rechtzeitig zum Beginn der 19. Kult(o)urnacht stellte der Himmel seine Regengüsse ein und die Speyerer und ihre Freunde konnten bis lange in die Nacht das vielfältige Angebot in Sachen Kunst und Kultur wahrnehmen. Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen gefeiert. Trotz der Sperrung der Rheinbrücke kamen viele Gäste von „drüben“ und feierten gemeinsam mit den Einheimischen. Die „jungen“ waren zwar in der Überzahl, aber trotzdem sah man viele „Ältere“, die das Treiben auf den Straßen der Innenstadt genossen.

Es gab verschiedene Eröffnungsveranstaltungen, so beim Künstlerbund, der anlässlich seines 35-jährigen Bestehens eine Ausstellung der aktuellen Arbeiten seiner Mitglieder präsentierte. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler sprach  Grußworte. Gleichzeitig auf der Bühne des „Grynen Bandes“ vor dem Bürgerbüro trat „Bühne frei“ auf, junge Talente werden hier auf hohem Niveau gefördert. Singen, Tanzen, Schauspielen, das begeistert nicht nur die Akteure, sondern auch die Vielzahl der Besucher vor der Bühne. Natürlich konnte man sich angesichts der 32 Angebote nur einige herauspicken, so auch der Schreiber dieser Zeilen, der danach eine Ruhepause beim „Berzelhof“ einlegte. Der Hof,  wunderbar umgeben von Bäumen und dem Speyerbach, war Heimat für Klaus Fresenius‘ dieser Nacht gewidmeten Ausstellung „Begegnungen“ (Aquarell und Tusche) und zeigte Menschen zusammen, unterwegs und im Aufbruch. Weiter ging es zum Kulturhof in der Flachsgasse, wo Latin Songs und Pop die Zuschauer zum Mittanzen aufforderten. Dampfnudeln gab es bei der Städtischen Galerie auf dem gleichen Areal. Sanfte und zärtliche Töne hörte man im Judenhof und Jüdischem Museum SchPIRA vom Klezmer Quartett Heidelberg, umrahmt von dem Bild von Gesichtern, die das Grauen der Judenverfolgung erkennen ließen. Dann wurde es laut auf der „Maxi“. Die Trommeln hörte man in der gesamten historischen Innenstadt, sie zeigten aber auch die Vielzahl der kulturellen Angebote der Nacht. Danach wieder klassische Klavierklänge im Musenhof in der Neugasse (Kardinal 1) am Steinway Flügel, umgeben von den Bildern von Anne Ludwig, und viel Zeit zum besinnlichen Plausch, nur unterbrochen von einem Papagei. Danach schafften es die Füße gerade noch zur Dreifaltigkeitskirche, um von der Chorgemeinschaft Speyer in die Glamour- und Glitzerwelt des Broadway entführt zu werden. Auch diese Kult(o)urnacht war hervorragend von der Stadt Speyer organisiert und man darf gespannt sein, was die 20. Auflage im kommenden Jahr bietet. hgw

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