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Limburgerhof: "Nicht in die Knie gegangen“ – Feiger Brandanschlag auf Asylunterkunft im Mai verzögerte Einzug nur um einige Wochen
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VORDERPFALZ | Limburgerhof
Freitag, den 21. August 2015 um 14:36 Uhr

"Nach dem feigen Brandanschlag war klar, wir ziehen das durch, lassen uns nicht einschüchtern, gehen nicht in die Knie." Clemens Körner, Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, machte beim Pressetermin am Freitag in Limburgerhof anlässlich des Einzugs der ersten Bewohner in einer Unterkunft für Asyl suchende deutlich, dass Asylanten in seinem Zuständigkeitsbereich willkommen sind. Anfang Mai hatten bisher noch unbekannte Täter die sich im Bau befindliche Unterkunft für Asylanten in Limburgerhof angezündet und dadurch erheblichen Sachschaden angerichtet (wir berichteten). 

 

Über den Anschlag wurde damals bundesweit in den Medien berichtet und auch zu diesem Termin war das Medieninteresse groß.
Von den 18 Plätzen in dieser in Modulbauweise errichteten Unterkunft mit neun Zweibettzimmern, einem Aufenthaltsraum, einer Küche sowie Waschmaschinen und Trocknern sind bereits acht belegt. Sechs junge Männer aus Eritrea und ein Ehepaar aus dem Kosovo sind in die freundlichen, hellen Zweibettzimmer eingezogen. Noch wirken die jungen Männer, die teilweise eine abenteuerliche Flucht hinter sich haben, etwas verschüchtert angesichts der Medienmenschen.
Die Lage verschärfe sich wöchentlich, denn ursprünglich sei man von etwa 1.000 Asylbewerbern im Landkreis ausgegangen, inzwischen rechne man mit 1.700, sagte Kreisbeigeordneter Martin Haller. Deshalb müsse noch dringend Wohnraum geschaffen werden. Haller verglich die Situation mit der nach Ende des zweiten Weltkriegs, als ebenfalls viele Flüchtlinge aufgenommen werden musten. Zum Bau von Wohnungen sei der Kreiswohnungsverband gefragt, ergänzte Körner. Die sollten aber nachhaltiger sein, nicht in Schnellbauweise, denn es gebe ja einen allgemeinen Bedarf an Wohnraum zu für Normalverdiener bezahlbaren Mietenpreisen.
Ähnlich sah es der Bürgermeister der Gemeinde Limburgerhof, Dr. Peter Kern. Es werde noch mancher Anstrengungen bedürfen. In seinem Dorf gebe es eine "gewisse Tradition der Gastfreundschaft".
Die Hauptlast der Betreuung trage der Arbeitskreis Asyl, informierte die Erste Ortsbeigeordnete Rosemarie Patzelt. Allerding hab der hauptamtliche Sozialarbeiter nur neun Wochenstunden für seine Arbeit in der Unterkunft: "Wenn der mit einem Kind auswärts zum Arzt muss, dann sind seine Stunden schon abgeleistet", kritisiert Patzelt.
Die etwa 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen etwa beim Einweisen der neuen Bewohner, erklären und zeigen ihnen, wie alles funktioniert, so eine der Mitarbeiterinnen im Gespräch mit unserer Zeitung. Außerdem gebe es an zwei Wochentagen einen Deutschkurs. Die Gemeinde habe dafür gesorgt, dass die Asylsuchenden durch kleine Arbeiten wie beispielsweise das Pflegen von Grünanlagen eine Beschäftigungsmöglichkeit hätten und sogar einige Euro hinzuverdienen könnten. Außerdem sei Kontakt zu örtlichen Sportvereinen aufgenommen worden, um das Sport treiben zu ermöglichen.
Als Gastgeschenk hatten die Politiker, zu denen sich auch der SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard Kukatzki gesellte, jeweils eine Kiste Äpfel und Birnen mitgebracht.
Die Polizei sei über den Einzug informiert, aber eine besondere Gefährdungslage liege laut rheinland-pfälzischem Innenministerium derzeit nicht, hieß es. (ks/Foto: ks)
 

 

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