Im Alter noch als Mediator/in tätig werden? - Jetzt bewerben!

Vor oder mit Eintritt in den Ruhestand ergibt für Senioren die Frage, ob sie sich eine neue, persönlich erfüllende Tätigkeit suchen oder „lieber in den Tag hinein“ leben wollen.
Eine Möglichkeit bietet dazu die ehrenamtliche Organisation „Seniorpartner in School (SiS)“. Die dort engagierten Senioren und Seniorinnen arbeiten in Teams an Schulen, um Schülerinnen oder Schülern bei der Lösung ihrer Konflikte zu helfen.

 

Die nächste kostenlose Ausbildungsrunde für die Bundesländer RP und BW findet vom 11.11.2019-15.11.2019 (Teil I) sowie vom 10.02.2020-14.02.2020 (Teil II) in Ludwigshafen (Friedenskirche) statt
Welche Ausbildung und Fähigkeiten brauchen Senioren für diese Tätigkeit?

Der Bundesverband „Seniorpartner in School“ ermöglicht Senioren in Deutschland eine Tätigkeit als Mediatoren an Schulen. In ganz Deutschland arbeiten heute ca. 1300 Ehrenamtliche für SiS an über 300 Schulen. Dafür wird vom Verein eine 80 - stündige kostenlose Ausbildung angeboten. Schwerpunkte sind die Grundlagen der Mediation, aber auch Einzelgesprächsführung und Verhalten bei Mobbing (No-Blame-Approach). Berufliche Vorerfahrungen sind nützlich, aber nicht erforderlich. Die Mediatorinnen und Mediatoren verpflichten sich nach der Ausbildung für zwei Schuljahre an einer Schule ihrer Wahl tätig zu werden und zudem ihr Wissen in regelmäßigen Supervisionen weiterzuentwickeln. In der Ausbildung wird Wissen vermittelt, das zur Lösung von Konflikten unterschiedlicher Art angewendet werden kann; dies kann zudem auch im persönlichen Umfeld der Mediatoren nutzbringend angewendet werden. Es erfordert Geduld und Verständnis für die Situation der Schüler und des Umfeldes, um eine einvernehmliche Lösung für beide Konfliktparteien zu entwickeln. Die Übernahme eines solchen Ehrenamtes wird von den Mediatoren als befriedigend empfunden, da sie sich für ihre Aufgabe verantwortlich fühlen und von „ihren“ Schülern sehr viel positives Feedback bekommen.

Wie läuft eine Schülermediation eigentlich ab?

Die Mediatoren agieren zumeist als Zweierteam in einer Schule; sie sind nicht Teil des Kollegiums, halten zu diesem aber engen Kontakt. An einem festen Wochentag sind sie während des Schuljahres anwesend und verfügen vor Ort über einen Raum, der ungestörte Gespräche zulässt. Drei Wege führen zu einem Gespräch mit den Seniorpartnern:

  • Schüler melden sich dort spontan, wenn sie einen Konflikt bemerken und diesen nicht selbst lösen können
  • Lehrer stellen in der Klasse oder in Pausen fest, dass Schüler einen Konflikt miteinander haben und vermitteln für diese Schüler einen Termin mit den Seniorpartnern
  • Die Seniorpartner halten sich in Pausen auf dem Schulhof auf, bemerken Streitigkeiten unter Schülern und laden spontan zu einem Gespräch ein

Die Schüler kommen dann entweder zu Einzelgesprächen oder zur Mediation mit Mitschülern; die Seniorpartner moderieren das Gespräch, die Lösung des vorhandenen Konfliktes muss aber zwingend von den Schülern selbst gefunden werden. In schwierigeren Situationen führen auch Einzelgespräche zum Ziel. Die Gespräche zwischen Schülern und Mediatoren sind absolut vertraulich, es findet keine Information der Lehrer über Inhalt und Ergebnis der Gespräche statt.

Die Tätigkeit als Mediatorin oder Mediator hat den großen Nutzen für die Senioren, die heutige Jugend in engem Kontakt erleben zu können und auch für sich persönlich Neues für den eigenen Umgang mit Familie und Enkelkindern aber auch im Gespräch mit Nachbarn und Freunden zu lernen.

Die Ausbildung zum Schulmediator wird gemeinsam von den beiden Landesverbänden Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz angeboten. Gerne stehen wir Ihnen für individuelle Fragen zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Gaby Betz-Baumann: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 06232-95112
Thomas Pirjevec, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 06233-579320