"Nicht erst seit ich den Wahlkreis Speyer in Mainz vertreten darf, sind mir Übergriffe auf Staatsbeamte bekannt," so Michael Wagner (CDU), Abgeordneter im Landtag Rheinland-Pfalz. Fast jeder zweite Beschäftigte im öffentlichen Dienst sei schon einmal Opfer von Übergriffen geworden. Das habe eine Umfrage im Auftrag des Gewerkschaftsbundes dbb ergeben, die kürzlich in Berlin vorgestellt wurde.

Rechtsstaatlichkeit bedeute beileibe nicht die Absenz von Gesetzesüberschreitungen. Recht und Gesetz müssten auch in der Demokratie geschützt werden, denn Missbrauch, Kriminalität und (bürgerliche) Subversion gehörten zum menschlichen Wesen. Doch wenn ein Gemeinwesen den Respekt vor Staatsdienern zu verlieren droht und sie wie Prügelknaben anpöbelt, werde es kriminell.

"Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten eine hervorragende Arbeit. Dabei sind sie einer psychischen und physischen Dauerbelastung ausgesetzt. Für das großartige Engagement, für die vielen, vielen Einsätze, für die Leidenschaft, mit der sie den Polizeiberuf ausüben, muss man unendlich dankbar sein. Diese meine Dankbarkeit wollte ich mit meinem Antrittsbesuch bei Herrn Polizeirat Weber von der Polizeiinspektion Speyer zum Ausdruck bringen," so Wagner.