Die Sparkasse Vorderpfalz passt Leistungen und Buchungspostenpreise bei ihren Privat- und Geschäftsgirokonten an und erhöht nach vier Jahren zum 1. Februar 2020 die Kontoführungspreise bei fünf von neun Kontomodellen.

Privatgirokonten: Bei zwei von drei Kontomodellen erhöhen sich die Monatspreise

Für Privatkunden wird das Kontomodell "giro direkt" 4,90 Euro pro Monat kosten (vorher 3,90 Euro) und "giro inklusiv" 7,90 Euro (vorher 6,90 Euro). Der Monatspreis bei "giro premium" bleibt unverändert bei 12,90 Euro. Alle Kontomodelle werden zudem mit weiteren Serviceleistungen beispielsweise eSafe, Elektronisches Postfach und Kontowecker per SMS/pushTAN ausgestattet. Schüler, Azubis und Studenten profitieren weiterhin vom kostenlosen Konto "giro start".

Geschäftsgirokonten: Bei drei von sechs Kontomodellen erhöhen sich die Monatspreise

Die Monatspreise der Girokonten "giro business basis", "giro business med" und "giro business bauträger" kosten künftig 6,90 Euro pro Monat (vorher 5 Euro). Die Monatspreise bei "giro business 25" (10 Euro), "giro business 50" (20 Euro) und "giro business spezial" (2,50 Euro) bleiben unverändert. Die Buchungspostenpreise werden bei allen Geschäftsgirokonten angepasst.

Niedrigzinspolitik belastet Banken

Sparkassen-Chef Thomas Traue betont: "Viele Jahre ist es uns gelungen, die Preise für unsere Dienstleistungen konstant zu halten. Wir haben zunächst andere Möglichkeiten ausgeschöpft und Kosten eingespart. In dieser Zeit wurden aber auch die Leistungen stetig erweitert und kostenlos für unsere Kunden eingeführt, wie beispielsweise die Foto-Überweisung, Kwitt (Handy-zu-Handy-Überweisung), Kontowecker oder auch digitale Dienste und Bezahlmöglichkeiten. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die alle Banken noch lange belasten wird, und der Steigerung des allgemeinen Preisniveaus müssen auch wir jetzt unsere Konditionen anpassen. Ein Schritt, der uns nicht leicht gefallen ist. Aber auch öffentlich-rechtliche Sparkassen sind Unternehmen, die sich nicht dauerhaft betriebswirtschaftlichen Zwängen entziehen können und kostendeckend arbeiten müssen. Eine Quersubventionierung von Bankdienstleistungen durch Zinsüberschüsse wie sie in der Vergangenheit möglich war, ist in der Niedrigzinsphase mit einem Zinsniveau entlang der Nulllinie bzw. darunter betriebswirtschaftlich nicht mehr möglich".

Sparkasse möchte keinen einzigen Kunden verlieren

Traue bekräftigt: "Die Sparkasse Vorderpfalz möchte wegen der Preisanpassung keinen einzigen Kunden verlieren. Deshalb haben wir bei der Preisgestaltung auf Transparenz und erweitere Serviceleistungen beispielsweise dem Elektronischen Postfach und insbesondere dem eletronischen Safe (eSafe) geachtet um gleichzeitig für unsere Kunden im Wettbewerbsvergleich attraktiv zu bleiben. Unsere Girokontovarianten für Privat- und Geschäfskunden bedienen unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse mit zusätzlichen Vorteilen, Leistungen und Kontoservices. Je nach Wahl des Kontomodells zahlen unsere Kunden nur das, was sie auch tatsächlich benötigen. Das alles ohne versteckte Kosten zu einem fairen und marktkonformen Preis-Leistungsverhältnis."

Kunden werden umfassend informiert

Betroffene Kunden werden in den nächsten Tagen von der Sparkasse über die Leistungen und Preise ihrer Kontomodelle informiert. Darüberhinaus stehen die Berater in den Geschäftsstellen, im UnternehmensCenter, im FirmenCenter sowie die Service-Hotline unter 0621-59920 ebenso zur Verfügung. Traue betont: "Unsere Sparkassenberater prüfen im Gespräch mit ihren Kunden individuell das passende Modell und geben Tipps, wo sich Geld sparen lässt".