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Eigene Memoiren schreiben: literarische Selbstdarstellung gehört zu den ältesten Gattungen der Literatur
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GESELLSCHAFT UND KIRCHE | Seniorenmagazin
Dienstag, den 08. Februar 2011 um 12:39 Uhr
Von Hans Wels
„Wenn ein alter Mensch stirbt, brennt eine Bibliothek“. Nach dieser Weisheit bleibt von uns nur übrig, was wir zu Papier gebracht haben. Also frisch ans Werk, beginnen wir die wertvollen Schätze der Erinnerung für unsere Nachwelt zu heben. Vielleicht lassen sich Senioren sogar für ein gemeinsames Projekt begeistern.

Die literarische Selbstdarstellung gehört zu den ältesten Gattungen der Literatur. Sie ist eine schöpferische Aufgabe und ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Viel sammelt sich an Zeitgeschichte im Laufe eines Lebens  an. Davon sollte man sich einiges von der Seele schreiben. Denn Schreiben ist Heilkraft und Gedächtnisbildung, hält den Geist fit und fördert unser inneres und äußeres Gleichgewicht. Das sind wichtige Fähigkeiten, die wir fürs Alter trainieren müssen.
Durch Schreiben lernt man nicht nur Schreiben, sondern auch klar Denken. Es verbessert die Ausdrucks-, Formulier-, und Erzählkunst, ja sogar unser ganzes Sprachvermögen. Und wir können sicher sein, dass Nachkommen das geistiges Konzentrat unseres langen Lebens mit viel Interesse lesen und als Vermächtnis für nachfolgende Generationen in Ehren halten.
Wir Menschen des letzten Jahrhunderts haben nämlich eine sehr spannende und aufregende Biografie. Egal, ob wir in  einem völlig normalem Leben oder in ungewöhnlichen Verhältnissen lebten. Die heutige Generation kann sich das kaum vorstellen: Zuerst Ruinenkinder – mit vermissten oder kriegsgefangenen Vätern. Nach Besatzungszeit, Hungerzeit, Zigarettenwährung und Flüchtlingsdramen. Die Hitlerzeit war im Schulunterricht Tabuthema. Es folgten Währungsreform und, Wirtschaftswunder, während „drüben“ Diktatur und Panzerkommunismus herrschte. Durch die 68er Revoluzzer gab es einen Riss quer durch unsere Gesellschaft. Wir wurden Exportweltmeister, hatten steigende Einkommen und den plötzlichen Mauerfall. Plötzlich sollten deutsche Soldaten wieder an die Front. Mit  einer sehr teuren Scheckdiplomatie konnten unsere Außenpolitiker anfangs die Bundeswehr noch raushalten. Dafür wurden unsere Rentenkassen geplündert. Es folgten das Entsetzen über den Gier-Kapitalismus, Dumpinglöhne und neue Armut. Dieses Leben voller Umbrüche niederzuschreiben ist sicher für unsere Nachkommen lesenswert.
Dazu müssen wir uns weit öffnen und die Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse für uns und unsere Nächsten aufs Papier zu bringen. Wir brauchen wir keine Parteilichkeit zu fürchten. Wir dürfen Stellung beziehen, ehrlich, offen und direkt schreiben. Spannende Erlebnisse und interessante Geschichten sind gefragt. Weitere Ideen kommen beim Schreiben. Der Stil wird dabei zur Nebensache. Erlaubt ist, was gefällt. Komplizierte Dinge sollten einfach erklärt werden und so, dass sich andere Menschen wiederfinden oder ermutigt fühlen. Sich fragen, was war schon früher da, was hat sich verändert, wo komme ich her, wo gehe ich hin, was mache ich hier, für wen? Was möchte ich noch in Zukunft tun? Die Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine gute Perspektive für einen frischen Geist und neue Zielsetzungen.
Quellen:
Wikipedia: „Biografie“
„Schreiben ist Gold“ von Eva-Maria Altemöller
ISBN 3-8157-1552-0
„Wie Schreibe ich meine Erinnerungen“ von W. R. Frieling
ISBN 3-89009-090-7
 

 

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