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Wieder pälzisch babble: Peter Sauter zu Besuch bei ehemaligen Speyerer Alfred Cahn in USA
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SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 06:56 Uhr

Vor 10 Jahren haben sie sich kennengelernt: Alfred Cahn, in Speyer sehr geschätzter früherer Organist der in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge und Peter Sauter, Lehrer am Gymnasium am Kaiserdom, Organisator des Israel-Austausches seiner Schule. Im letzten Jahr hat er den seit Jahrzehnten im fernen Milwaukee / Wisconsin lebenden Musiker erstmals in den USA besucht und feststellen können, dass die Erinnerungen an seine Geburtsstadt sehr lebendig sind. Peter Sauter konnte eine Reise nach Nordamerika auch in diesem Jahr mit einem Treffen mit  Alfred Cahn verbinden. Herr Cahn wird im nächsten Jahr 90. Er kann im Moment nicht einschätzen, ob er die Beschwerlichkeiten einer erneuten Reise in die Domstadt  noch auf sich nehmen kann, er ist jedoch sehr interessiert an allen Neuigkeiten aus Speyer.

 

Mit Peter Sauter schaut er etwa in die Zeitungsartikel zum Bau der neuen Synagoge und genießt es, bei den drei Begegnungen wieder "pälzisch babble zu känne". Gespräche über die Gegenwart vermischen sich immer wieder mit Erinnerungen an seine Kindheit in Speyer, etwa an seine Lehrer: an die guten ("der hat im Erdkundeunterricht mein Interesse für die Berge geweckt"), aber auch an die schlechten, dem Nazisystem angepaßten und "erfolgreichen" (wie der Deutschlehrer, der ihm höchstens eine drei statt der bisherigen einser für die Aufsätze geben wollte, da ein Judenjunge ja unmöglich so gut in der deutschen Sprache sich ausdrücken könne). Bei seinen letzten beiden Besuchen haben ihn der Empfang des ehemaligen Oberbürgermeisters, Herrn Schineller und Begegnungen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern von Speyer tief bewegt. Während er davon berichtet, steht er plötzlich auf, geht ans Klavier und spielt das Stück "Wir sind ganz junge Bäumchen", das er im Lager Gurs komponierte und mit einem Kinderchor aufführte, damit die von ihren Kindern getrennten Kinder sich wenigstens während der Konzerte sehen konnten. Bei seinem letzten Besuch wurde es in Speyer aufgeführt.
Beim Abschied dankt er für die Besuche und die Gespräche und sagt, es müsse sich zeigen, ob er den Wünschen seines Herzens nachgeben kann und erneut in die geliebte Pfalz reisen kann, um durch die Straßen seiner Kindheit zu gehen, viele Menschen wiederzusehen zu können, die ihn sehr schätzen, aber auch ans Grab seiner geliebten und unvergessenen Mutter zurückzukehren. (Foto: Privat)

 

 

 

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