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Mit eigenen Händen etwas erschaffen: Tradition für Speyerer Handwerker auch im Alltag von Bedeutung - Rainer Lunk beklagt bei Zunftbaumaufstellung den Nachwuchsmangel
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SPEYER | Speyer heute
Samstag, den 28. April 2018 um 19:28 Uhr

Von Klaus Stein
Das Handwerk hat in Speyer eine lange Tradition. Alljährlich wird das beim Aufstellen des Zunftbaums - der seit Neuestem in der Dunkelheit beleuchtet ist - in der Maximilianstraße deutlich. Traditionell beginnt das Fest um den Zunftbaum mit dem Zug der Handwerker, die den Baum vom "Winterlager" zu seinem Standort geleiten, wie immer angeführt vom Fanfarenzug Rot-Weiß Speyer. Mit einem Kran der Firma Stahlbau-Merkel wird das 18 Meter lange Teil passgenau in eine in den Boden eingelassene Hülse manövriert.

 

Spektakulär ist auch jedes Mal die Kletterpartie von Dachdeckermeister Thomas Kleinböhl, der geschickt den Zunftbaum hinauf turnt, um ihm vom Kranhaken zu lösen.
"In unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, in welch langer Reihe von Handwerkern wir stehen", meinte Fensterbauer Jürgen Häußler auf die Frage, was die Handwerkstradition im Alltag für eine Bedeutung habe. Zwar sei die überwiegende Anzahl der Fenster aus Kunststoff und entstünden in industrieller Fertigungsweise, aber etwa 20 Prozent beispielsweise bei denkmalgeschützten Gebäuden, würden immer noch in Holz hergestellt. Bei diesem lebenden Rohstoff bedürfe großen Fachwissens, um richtig damit umgehen zu können. Allerdings sei das Interesse, ein Handwerk zu lernen, heute gering, weshalb es massive Nachwuchsprobleme gebe: "Wir müssen mehr Eigenwerbung betreiben", sagt Häußler selbstkritisch.
Auf einen weiteren Aspekt der Traditionspflege weist Elektriker Johannes Merz hin. In der Verbundenheit durch die Handwerkstradition und die persönlichen Beziehungen finde ein branchenübergreifender Informationsaustausch statt.
Das ist auch für Stahlbauer Peter Merkel der Hauptgrund, sich bei der Speyerer Handwerkstradition zu engagieren.
Maurermeister Wolfgang Seiler sieht sich der langen Tradition seines Handwerks verbunden, stehe man doch in einer Jahrtausende alten, langen Reihe von Vorvätern als Baumeister. Für den Innungs-Obermeister der Speyerer Bauhandwerker ist es immer noch ein befriedigendes Gefühl zu sehen, was mit der eigenen Hände Arbeit entstanden ist. Das sei bei einer Bürotätigkeit nicht möglich.
Die lange Tradition der Zünfte und deren einstige Bedeutung sei in der Domstadt an den Straßennamen zu erkennen.
"Wir pflegen auch die alte Handwerkskunst, sorgen dafür, dass Handwerk auch Handwerk bleibt", versichert Malermeister Sascha Oppinger. Zur Ausbildung gehöre immer noch, gerade Striche von Hand  zu ziehen oder mit Schablonen zu arbeiten. Sein Kollege Janko Cerin habe als Restaurator sogar noch weitergehende Kenntnisse über die Materialien und Arbeitstechniken früher Malergenerationen. Er habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem Privatkunden wieder zunehmend die solide Handwerkerarbeit zu schätzen wüssten.
Als Hauptredner widmete der Ehemalige Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Rainer Lunk, dem großen Problem des Fachkräftemangels, der in den letzten Jahren noch zugenommen habe, viel Zeit. Das sei auch der Hauptgrund, warum Kunden manchmal längere Zeit warten müssten, bis der Handwerker komme. (Fotos: ks)

 

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