BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

von Michael Stephan Irmgard Münch-Weinmann führt die Liste der Speyerer Grünen zur Stadtratswahl im Mai 2019 an; 27 Mit...
Der in einer Blindverkostung ausgewählte Domsekt des Speyerer Dombauvereins hat im Jahr 2018 5000 Euro zu Gunsten des Do...
Der Winter hat nun auch in unseren Breitengraden Einzug gehalten. Anlass für die Stadtverwaltung, an die Aufgaben des ...
Jedes zehnte Kind ist ein "Frühchen": Weltfrühgeborenentag im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer - "Babytourismus" wegen Pflegenotstand
Drucken
SPEYER | Speyer heute
Montag, den 19. November 2018 um 23:25 Uhr

Von Klaus Stein
Die zweieinhalbjährige Leonie ist eigentlich ein munteres Kind. Allerdings schaut sie beim Treffen von Eltern der im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zur Welt gekommenen "Frühchen" etwas ängstlich vom Arm ihres Papas auf auf das bunte Treiben in der Aula des Schulzentrums am Samstagnachmittag. Leonie kam zehn Wochen zu früh auf die Welt und musste insgesamt acht Wochen in der Klinik intensiv betreut werden.

 

Anlässlich des Weltfrühgeborenentages am 17. November hatte die Kinderklinik Kinder und Eltern eingeladen. Die Kinder spielen miteinander und zwei Clowns zaubern ein Lächeln auf die Gesichter nicht nur der Kleinen.
"Die Veranstaltung ermöglicht den Austausch der Eltern untereinander und wir können sehen, wie sich unsere Frühchen entwickelt haben", begründete Dr. Axel Bosk, Chefarzt der Kinderklinik, das Treffen.
Jedes zehnte Kind komme zu früh auf die Welt, Tendenz in Deutschland und europaweit steigend. Bosk sieht zwei Hauptursachen für die Zunahme der Frühgeburten: Stress im Alltag und vor allem immer mehr "Kinderwunschgeburten", bei denen oft Mehrlinge zustande kämen. Solche Mehrlingsgeburten seien meistens problematisch. Erfreulicherweise würden die Geburten insgesamt in Deutschland zunehmen und damit auch die Zahl der Frühgeburten.
Da stelle sich aber zunehmend das Problem, dass man an die Kapazitätsgrenzen stoße und es einen "Babytourismus" gebe sprich Mütter weitergeschickt werden müssten in eine andere Klinik mit einem Perinatalzentrum. Im Jahr müssten etwa 50 Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 1.350 Gramm betreut werden, und zwar Rund um die Uhr. Dafür brauche es fünf Schwestern für ein Kind, so Bosk.
Es sei sehr schwierig, Fachpersonal zu bekommen, wusste Stationsleiterin Sarah Fischer. Eine Ausbildung einschließlich ausreichend Berufserfahrung dauere sechs bis sieben Jahre. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt seien keine Fachkräfte zu bekommen, so dass man sich mit ost- oder südeuropäischem Pflegepersonal behelfen müsse. Deutschlandweit werde im Bereich Frühgeburten zentralisiert.
Dass Hebammen aus Germersheim jetzt in Speyer tätig werden sieht der Chefarzt angesichts der Personalsituation mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Die helfen zwar bei der wichtigen Nachsorge, bringen aber auch 'Kundschaft' mit."
Leonies Elter sind froh, dass sie in Speyer bei der Not-Kaiserschnittgeburt aufgenommen wurden. Sie fühlten sich im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus gut aufgehoben. Allerdings seien die acht Wochen, die ihr Frühchen in der Klinik bleiben musste, hart gewesen, nicht nur wegen der Anfahrt aus ihrem Wohnort Geinsheim. (Fotos: ks)

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite.