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Soziale Stadt Speyer-Süd: Bürgern brennt Umbau des Platzes der Stadt Ravenna unter den Nägeln
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SPEYER | Speyer heute
Mittwoch, den 21. November 2018 um 09:37 Uhr
Spannend wurde es für die rund 120 Interessierten, die sich vergangene Woche in der Auferstehungskirche im Speyerer Neuland über den aktuellen Stand in der "Sozialen Stadt Speyer-Süd" informierten. Denn im Gegensatz zu den ersten Beteiligungsrunden, konnten Oberbürgermeister Hansjörg Eger und die Planer bereits konkrete bauliche und soziale Maßnahmen zur Verbesserung des Lebens im Fördergebiet vorstellen, unter denen jeder Teilnehmer seine persönlichen Favoriten auswählen konnte.

Dabei nahm der Umbau des Platzes der Stadt Ravenna die Spitzenposition ein, dicht gefolgt von dem Wunsch nach einem Steg über die B39. Viel Zustimmung erhielt auch der Vorschlag, ein Jugendfreizeitgelände im Neuland mit einer Spiel- und Sportanlage zu bauen. Mit diesem deutlichen Stimmungsbild im Gepäck, können die Planer nun ein passgenaues Maßnahmenpaket für die kommenden Jahre schnüren – und die weitere Bürgerbeteiligung für die Einzelmaßnahmen planen. Bereits am Samstag, 8. Dezember 2018, werden beim gemeinsamen Adventsmarkt der Grundschule im Vogelgesang und der Pestalozzi Schule zwischen Tannen und Weihnachtsgebäck Ideen für die Neugestaltung des Platzes der Stadt Ravenna gesammelt.
Grundsätzlich wohnen die Menschen gerne in Speyer-Süd, so das Stimmungsbild bei der Informationsveranstaltung zum Förderprojekt "Soziale Stadt Speyer-Süd". Als Pluspunkte wurden die Nähe zur Natur, die gute Verkehrsanbindung, ein attraktives Ortsbild, viele Spielplätze und Freiräume genannt. Dem gegenüber stehen Plätze, die funktionale und gestalterische Mängel aufweisen, die Klage über zu viele Raser im Wohngebiet und der Wunsch nach einer Aufwertung der Reithalle. Als weiterer Nachteil wird empfunden, dass der Stadtteil durch die B 39 zerschnitten wird, die Nahversorgung unbefriedigend ist, Fuß- und Radwegeverbindungen Lücken aufweisen. Ferner müssten Maßnahmen ergriffen werden, die das Sicherheitsgefühl insbesondere bei der Unterführung am Priesterseminar und entlang des Haspelwegs verbessern. Die Jugendlichen wünschen sich einen Treffpunkt mit Grillgelegenheit und monieren, dass der Bolzplatz im Closweg schwer zu finden und der Boden zu uneben ist. Sie haben Speyer-Süd mit der Videokamera unter Anleitung von Profis des Offenen Kanals unter die Lupe genommen. Sophie Oppinger, Vorsitzende vom Jugendstadtrat, erhielt begeisterte Resonanz auf die Präsentation der filmischen Schlaglichter auf Stärken und Schwächen von Speyer-Süd aus Sicht der Jugend. Als erste Reaktion darauf wurde der Ausbau des Spielplatzes im Haspelweg zum Spiel- und Sportgelände von den Planern ebenso vorgeschlagen wie der Ausbau des Grüngürtels südlich des Vogelgesangs. "Der Neubau eines Bolzplatzes neben dem Spielplatz Vogelgesang könnte den Kindern und Jugendlichen, die sich aktuell am Platz der Stadt Ravenna treffen, eine Alternative bieten", ist Projektleiter Steffen Schwendy überzeugt. Damit bestünde die Möglichkeit, den Platz der Stadt Ravenna anderweitig zu nutzen.
Die Quartiersmanagerin der "Sozialen Stadt", Kerstin Ulm, wird in den nächsten Jahren die Umsetzung der Projekte begleiten und auch dabei die Bürgerinnen und Bürger einbinden. In diesem Zusammenhang wurde formuliert, dass die Stärkung des Treffpunkts mit Quartiersbüro in der Windthorststraße wünschenswert wäre und eine starke Unterstützung durch Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers sowie den Stadtteilverein für eine gute Akzeptanz sorgen.
Großen Zuspruch fand die Ankündigung, dass die Stadt sich beim Fördermittelgeber dafür einsetzen wird, das Neuland in das Fördergebiet einzubeziehen. Dank der Hinweise der Bewohnerinnen und Bewohner dieses Gebiets, konnten wertvolle Maßnahmen identifiziert werden, wie z.B. ein Jugendfreizeitgelände, das auf dem Bolzplatz im Süden des Neulands entstehen könnte.
"Doch bevor die Bauarbeiten beginnen können, müssen die Maßnahmen erst mit dem Fördermittelgeber abgestimmt, im Bauausschuss beraten und schließlich im April 2019 durch die politischen Entscheidungsträger im Stadtrat beschlossen werden", so der abschließende Hinweis von Oberbürgermeister Eger zum Verfahrensweg. (spa/Foto: Petra Steinbacher)

 

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