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Zwischen Kreißsaal und Hybrid-OP: Tag der offenen Tür im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus
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SPEYER | Speyer heute
Dienstag, den 27. November 2018 um 11:13 Uhr

Vom verletzten Plüschdrachen bis zur Patientenverfügung reichte das Interesse der mehr als 2.000 Besucher des Tags der offenen Tür im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus am 24. November. Die Speyerer Klinik hatte anlässlich der Zusammenlegung ihrer beiden Standorte an der Paul-Egell-Straße zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen, der für Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm bot. "Solche Werkzeuge hätte ich auch gern", schwärmte der ein oder andere Hobby-Handwerker etwa im OP von Chefarzt Prof. Dr. Christian Heisel: Hier konnten die Besucher selbst Hand anlegen und am Modell eine Knie-Operation durchführen.

 

Filigraner, aber nicht weniger beeindruckend ging es im benachbarten OP zu, in dem Chefarzt PD Dr. Dirk Jentschura bei minimal invasiven Bauch-Operationen am Modell anleitete. Wie ein großer Roboter-Arm für feinste gefäßchirurgische Operationen eingesetzt wird, erläuterten Chefarzt Prof. Dr. Gerhard Rümenapf und sein Team. "Wahnsinn, wie schwer die Röntgenschürzen sind, die das Personal hier tragen muss", stellten Besucher im Hybrid-OP fest.
In der Endoskopie und dem Herzkatheter ließen Besucher sich von ärztlichem und pflegerischem Personal die Abläufe erläutern oder legten an Modellen selbst Hand an. "Meine Mutter wird nächste Woche hier behandelt, da wollte ich mich vorher informieren", erklärte eine Besucherin im Herzkatheter. "Viele Besucher waren schon mal als Patienten hier oder ihnen steht eine Behandlung bevor", bestätigte Oberärztin Ulrike Kippenhan. Eigene Betroffenheit als Motivation, sich zu informieren, zeigte sich auch im Kreißsaal: "Ich bekomme im Frühjahr ein Kind, da wollte ich mir schon mal die Kreißsäle angucken", sagte eine Schwangere, die sich bei der Gelegenheit auch über die Angebote der Elternschule informierte.
Auf große Neugier stießen auch Fragen nach der Hygiene: Nicht nur die Informationen zur richtigen Hände-Hygiene wurden angenommen, auch die Frage nach der Reinigung und Desinfektion von Räumen und Geräten tauchten vor allem im OP und in der Endoskopie immer wieder auf. Auch die Führungen durch das Labor, das sich seit 2015 mit neuen Geräten ausgestattet in neuen Räumen befindet, stießen auf reges Interesse.
Ganz andere "Probleme" stellten sich den kleinen Besuchern: Von gebrochenen Flügeln bei der Eule bis zur verletzten Kralle eines Drachen reichten die Krankheiten, die in der Teddy-Klinik behandelt wurden. Manche Puppen-Eltern ließen sich außerdem selbst einen Gips anlegen oder von Kinderarzt Dr. Axel Bosk per Ultraschall erklären, wie ihr Herz schlägt. "Wir wollen Kindern auch die Angst vor dem Arztbesuch nehmen", unterstrich der Chefarzt.
"Mit einem Augenzwinkern mehr über die Arbeit erfahren" konnten Besucher im Radiologischen Zentrum. Besonders beeindruckt waren sie vom großen Magnetismus im MRT: "Jetzt verstehe ich die Sicherheitsvorkehrungen erst richtig", so eine Besucherin, die testen durfte, wie viel Anziehungskraft das Gerät auf Alltagsgegenstände ausübt. (spa/Fotos: Diak)

Bild1: Prof. Dr. Gerhard Rümenapf (links) erläutert die Arbeit im Hybrid-OP
Bild2: Vor allem bei den Kleinen beliebt: Die Teddy-Klinik

 

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