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Rekord für "normale" Jahre: Speyerer Feuerwehr rückte 2018 insgesamt 799 Mal aus, um Menschen und Tieren zu helfen - Starker Anstieg bei technischer Hilfe
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SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 12:13 Uhr
  1. Von Klaus Stein
  2. "Wir haben in der Silvesternacht gefiebert, ob vor Mitternacht noch ein Einsatz kommt." Kreisfeuerwehrinpekteur Michael Hopp lieferte bei Pressegespräch zur Feuerwehrstatistik 2018 auch gleich die Erklärung, denn dann wären es 800 Einsätze gewesen. Es blieb dann bei 799 (im Vorjahr 630), eine von der Silvesterknallerei wohl geschockte Taube auf einem Autodach war der letzte Einsatz. Auch so war es ein Einsatzrekord, mit Ausnahme des Jahres 1990, als die Orkane "Vivian" und  "Wiebke" wüteten, denn da habe man alleine sturmbedingt über 300 Einsätzte gehabt.

2018 sei ein ganz normales Jahr gewesen ohne Sondersituation wie Sturm oder Hochwasser. Trotzdem gab es eine deutliche Steigerung, was vor allem auf das Konto der "technischen Hilfeleistungen" gegangen sei, so Hopp. Habe die Feuerwehr 2017 noch 292 Mal, wurde im abgelaufenen Jahr 408 Mal technische Hilfe verschiedenster Art geleistet, bei denen insgesamt 80 Menschen aus schwierigen Situationen geholfen wurde. Das reichte vom Öffnen von Haustüren, hinter denen sich Personen in hilfloser Lage befanden (40 Mal), elf Patiententransporten beispielsweise mit der Drehleiter, zwei eingeklemmte Menschen wurden bei Verkehrsunfällen befreit und sieben weitere aus präkeren Situationen geholfen. Auch musste 20 Personen aus steckengebliebenen Aufzügen befreit werden.
Auch sei laut Hopp die Zahl von Tierrettungen (98) ebenso stark angestiegen wie Fehlalarme. Der Wehrleiter führte das teilweise darauf zurück, dass seit Mai 2018 die integrierte Leitstelle für die Einsätze in Ludwigshafen zuständig sei - die 112-Notrufnummer läuft dort auf: "Da werden die Anrufe ungefiltert weitergeleitet, das geht wahrscheinlich nicht anders." 
Fehlalarme (208) würden häufig von automatischen Feuermeldesystemen ausgelöst. Es gebe Unternehmen mit tausenden Sensoren, da häuften sich solche Fehlalarme. Auch werde man schon mal gerufen, weil ein Rauchmelder fiept, das sei dann aber lediglich der Warnton für einen baldigen Batteriewechsel. "Wir sind trotzdem hochzufrieden mit den Rauchwarnmeldern", stellte Hopp klar, denn immerhin seien in sechs Fällen Brände von den Rauchmeldern frühzeitig entdeckt worden.
Zurückgegangen seien die Brandeinsätze insgesamt (107), darunter vier Großbrände. Der Gravierendste sei der Brand eines Reihenhauses "Am Sandhügel" gewesen. Zwei Feuer auf Gewerbearealen sowie "Nachbarschaftshilfe" bei einem Wohnhausbrand in Oberhausen-Rheinhausen zählten ebenfalls zu den Großbränden. Meistens seien es Kleinbrände oder überhaupt kein Löscheinsatz notwendig gewesen.
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler dankte den Wehrleuten für ihr Engagement zum Schutz der Menschen. Sie legte Wert auf die Klarstellung, dass die Speyerer Wehr trotz Verstärkung durch zusätzliche hauptamtliche Mitarbeiter keine Berufsfeuerwehr sondern eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlicher Unterstützung sei und bleibe. Neben 110 ehrenamtlichen beschäftige man aktuell 33 hauptamtliche Wehrleute, ab April 40. Viele davon seien noch in Ausbildung.
Seiler will beim vom Stadtrat beschlossenen Bau einer neuen Feuerwache Schwung in die Sache bringen. Derzeit sei man dabei, mit dem derzeitigen Nutzer des vorgesehenen Geländes auszuhandeln, wann der es räumt. Die Oberbürgermeisterin gab allerdings zu bedenken, dass dessen neues Domizil derzeit noch Brachland sei.
Bis dahin behelfe man sich mit Containern für das zusätzliche Personal.
"Dieser im Feuerwehrbedarfsplan festgelegte Wandel war schon eine Zäsur für uns", ergänzte Hopp. Haupt- und Ehrenamtliche müssten zusammenfinden. Allerdings hätten die Ehrenamtlichen den Nachteil, dass ihre angestellten Kollegen schneller bei Einsätzen vor Ort sein könnten: "Das nagt am Selbstbewusstsein, denn jeder will er Erste sein."
Vor allem Arbeitgeber übten immer mehr Druck auf ihre Feuerwehrler aus, wenn diese von der Arbeit zu Einsätzen eilen müssten. Da werde schon mal mit negativen Konsequenzen gedroht - trotz gesetzlich geregelter Freistellung. (Foto: ks)

 

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