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Stabilisierender und unverzichtbarer Faktor: Solidarität, Ehrlichkeit und Gemeinschaftsdenken die Erfolgsfaktoren in 100 Jahre GBS
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SPEYER | Speyer heute
Samstag, den 23. Februar 2019 um 11:31 Uhr

Von Klaus Stein
"Die Baugenossenschaft hat das Gesicht der Stadt in den vergangenen 100 Jahren entscheidend geprägt und verändert." Walter Feiniler, Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Speyer (GBS) charakterisierte das Unternehmen in seiner Rede anlässlich eines Festaktes im Historischen Ratssaal zu dessen 100-jährigem Bestehen als "Gemeinschaft von Menschen mit gleichen Interessen". Es sei eine schwere Geburt gewesen, bis es am 21. Februar 1919 zur Gründung der GBS gekommen sei.

 

Der Gemeinschaftsgedanke sei bis heute entscheidend für den Erfolg solcher Projekte, betonte Feiniler und alle anderen Redner. Vor einhundert Jahren sei sozialer Wohnungsbau nicht an der Tagesordnung gewesen, der heute für ihn unverzichtbar für einen modernen Staats sei.
"Solidarität, Ehrlichkeit und Gemeinschaftsdenken sind die Grundlagen der Genossenschaftsidee, einem alternativen Wirtschaftsmodell", hob auch der rheinland-pfälzische Finanz-Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg hervor. In diesem Sinne könne die GBS stolz sein auf das Erreichte, sei sie doch in der attraktiven "Schwarmstadt" Speyer ein wichtiger Faktor, wenn es um günstigen Wohnraum gehe. Genossenschaften könnten  diese Herausforderungen am besten bewältigen. Deshalb wünsche er sich mehr erfahrene Genossenschaften als Dach für Neugründungen. Weinberg wies auf die gute Förderung von sozialem Wohnraumbau in Rheinland-Pfalz hin.
Es sei kein Zufall, dass derzeit 35 Baugenossenschaften ihr 100-jähriges Bestehen feierten, so Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Das sei die Konsequenz des verlorenen Kriegs und der Wohnungsnot gewesen. Das verdeutliche die Stabilität des Genossenschaftsgedankens, einem Konstrukt, das für die Verbraucher von hohem Wert sei.
Mit beeindruckenden Zahlen verdeutlichte Gedaschko die weltweite Bedeutung von Genossenschaften als gemeinschaftliche Unternehmensform. Wie vor einem Jahrhundert mangle es Speyer und in anderen Städten auch heute an bezahlbarem Wohnraum. Genossenschaften seien mit einem Anteil von elf Prozent am Wohnungsmarkt ein stabilisierender Faktor, zahlten deren Mieter doch im Jahr durchschnittlich 1.800 Euro weniger Miete als Menschen, die keine solche Wohnung hätten.
Für Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler ist die Zusammenarbeit der Stadt mit der GBS ein wichtiger Faktor beim Umsetzen einen neuen Wohnungsmarktkonzepts. Sie tauchte in die Stadtgeschichte ein, zeigte auf, dass nach dem "Pfälzischen Erbfolgekrieg", bei dem Speyer 1689 total zerstört und erst nach zehn Jahren wiederbesiedelt wurde, viele Wohnungen gebaut werden mussten. Schon damals sei Speyer eine begehrte Wohn- und Arbeitsstadt gewesen. So sehr sie sich darüber freue, dass die Domstadt ein begehrter Wohnort sei, so wolle sie doch nicht, dass es sich nur Besserverdienende und Vermögende leisten können, sich hier anzusiedeln. Es sei die Vielfalt, die Speyer ausmache. In diesem Sinne sei sich sicher, dass die GBS auch in Zukunft eine unentbehrliche Stütze kommunaler Wohnraumpolitik sein werde.
Abschließend ging GBS-Vorstand Rolf S. Weis noch einmal auf die Situation am Wohnungsmarkt ein und forderte rasche Lösungen von der Bundesregierung in Berlin, wo man das Problem wohl endlich erkannt habe.
Zu Beginn hatte sein Kollege Michael Schurich die etwa 150 Gäste begrüßt, darunter neben den Mitarbeitern, denen er besonderen Dank sagte, Vertreter der Wohnungswirtschaft, der Banken sowie Bürgermeisterin Monika Kabs.
Die musikalische Gestaltung hatten "Poets Musicales" übernommen. (Fotos: spa)
 

 

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