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Umgestaltung des Königsplatzes erstes Projekt des "Zukunftsforums Speyer" - Bürger bringen ihre Kompetenz ein
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SPEYER | Speyer heute
Mittwoch, den 27. Februar 2019 um 23:08 Uhr
Seit Jahren reden vor allem Kommunalpolitiker davon, dass Politik in den Städten und Gemeinden dann am erfolgversprechendsten sei, wenn die vorhandene bürgerliche Kompetenz genutzt werde. Gleichzeitig klagen die ehrenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker darüber, dass sie bei komplexen Problemstellungen den Vorlagen der Verwaltungen keine eigenen Vorschläge und Konzepte entgegenzusetzen hätten. Auch in Speyer ist viel von Bürgerbeteiligung die Rede. Tatsache scheint allerdings zu sein, dass immer weniger Bürgerinnen und Bürger ihre Interesen in der Realpolitik nicht wiederfinden.

Die neue Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler habe bei ihrem Wahlkampf immer wieder betont, dass sie es anders machen wolle als ihre Vorgänger, bürgerliche Kompetenz nutzen werde. Das sei die Basis zur Gründung eines "Zukunftsforums Speyer" im November 2018 gewesen, so Dr. Rolf Klein, gemeinsam mit Stefan Albring Sprecher dieses Forums, im Gespräch mit unserer Zeitung.
"Das 'Zukunftsforum Speyer' ist ein Angebot und hat das Ziel, die vorhandene bürgerliche Kompetenz zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Stadt zu bündeln und zu nutzen. Experten verschiedenster Fachrichtungen kommen zusammen, um interdisziplinär tragfähige Lösungen für Zukunftsprobleme zu entwickeln und in die öffentliche Diskussion einzubringen", erläutert Klein.
Bisher gehörten Architekten, Designer, Bauingenieure, Verwaltungsexperten, IT-Fachleute, Unternehmer, Maschinenbau-Ingenieure, Journalisten sowie Fachleute aus dem Bereich Wohnungswirtschaft dem Gremium an - alles keine aktiven Politiker, ergänzt Albring.
"Zu Beginn haben wir definiert, wie der Handlungsrahmen aussehen müsse. Unstrittig war, dass es eines Gesamtkonzepts zur Stadtentwicklung bedarf, so etwas wie eine "Agenda 2030", bei der neben der Bau- und Verkehrspolitik auch Umweltschutz Gestaltung, Kultur, Sport, Freizeit und soziale Aspekte berücksichtigt werden", so die Forums-Sprecher. Daran werde noch gearbeitet.
Trotzdem habe sich das Zukunftsforum entschlossen, mit einem konkreten Projektvorschlag an die Öffentlichkeit zu gehen: der Umgestaltung des "Königsplatzes" und damit verbunden die Schaffung kommerzfreier Aufenthaltsmöglichkeiten in der Innenstadt.
"Besucher der Stadt sind entsetzt darüber, dass solch ein toller Platz im Herzen Speyers als Parkplatz missbraucht wird". Auch in Speyer dämmere einigen, dass hier Handlungsbedarf besteht.
In Gesprächen mit den Anliegern habe sich eine deutliche Mehrheit für eine Umgestaltung des Platzes ausgesprochen, nur ein oder zwei wollten ihn als Parkplatz behalten, so Klein. Den meisten genügten wenige Kurzzeit-Parkmöglichkeiten am Platzrand.
Zur Belebung des Königsplatzes stelle man sich Gastronomie vor. Gastronomen zeigten Interesse daran, so etwas zu betreiben.
Kernstück könnte ein fester Dauer-Marktstand sein, ähnlich wie ihn der Hofladen "Speierling" bereits in der Innenstadt im Kornmarkt praktiziere. Der Wochenmarkt sollte qualitativ aufgewertet werden: "Es braucht keine drei oder vier konventionelle Obst- und Gemüsehändler mit fast dem gleichen Sortiment und abgestimmten Preisen oder die X-te Backketten-Filiale - Klasse statt Masse", so Klein und Albring.
Sitzbänke mit Tischen, an denen Familien Brotzeit machen können, ohne die Gastronomie in Anspruch nehmen zu müssen, gehörten ebenso zum Konzept wie ein Trinkwasserspender, wie ihn der Stadtrat bereits beschlossen habe.
Auch für die wegfallenden etwa 50 Parkplätze haben die Zukunftsdenker interessante Vorschläge parat. Ihrer Ansicht nach eigne sich das kaum genutzte städtische Gelände zwischen Naturfreundehaus und Rheinbrücke bestens, um dort stadtnah ein Parkhaus zu errichten. Damit entstehe nicht nur genügend barrierefreier Parkraum für die Innenstadt sondern auch für Zeiten, in denen der Festplatz wegen Veranstaltungen als Parkmöglichkeit ausfalle. Eine kurz getaktete Shuttle-Anbindung, eventuell mit autonom fahrenden kleinen Elektrobussen, mache den Besuch der Innenstadt mit aufgewertetem Königsplatz deutlich attraktiver als derzeit.
Es gehe auch um Vermeidung des motorisierten Verkehrs.
"Im nächsten Schritt wollen wir mit der Oberbürgermeisterin und den Stadtratsmitgliedern in einen Dialog über unsere Vorschläge treten."
Laut Klein und Albring würde sich das Zukunftsforum freuen, wenn aus der Bevölkerung Ideen und Anregungen kämen. Dazu werde ein Internetauftritt eingerichtet und man wolle auch bald in den sozialen Netzwerken präsent sein.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (ks/Fotomontagen: ks)
 

 

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