Vergangene Woche tagte die Synode der Evangelischen Landeskirche in Speyer. Eröffnet wurde sie durch Synodalpräsident Hermann Lorenz. Der Schwerpunkt war der demographische und gesellschaftliche Wandel in der Kirche heute. Laut „Spiegel glauben  55% der Menschen an Gott gegenüber 66% im Jahr 2005. Da die sinkenden Zahlen der Kirchenmitglieder auch geringere Einnahmen mit sich bringen, sei es das Ziel der Landeskirche, den Glauben oder missionarische Impulse in der Gesamtbevölkerung zur stärken.

Kirchenpräsident Dr. h.c.. Christian Schad betonte die Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips: „Kirche darf sich nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehen, nicht weil wir Kirche sind, sondern weil wir den Staat bei zentralen gesellschaftlichen Aufgaben unterstützen.“ Die 70 Synodalen beschlossen anschließend die vollständige Gleichstellung in der gottesdienstlichen Begleitung von Eheleuten, das heißt gleichgeschlechtliche Paare haben in der Evangelischen Kirch der Pfalz einen Anspruch auf eine kirchliche Trauung. Aufgenommen in die Verfassung wurde eine Kernaussage der Kirchenunion. Damit wurde eine Präzisierung des Bekenntnisstandes vorgenommen. Das Diakoniegesetz erfreut sich einiger Änderungen: größere Handlungsspielräume und schnellere Entscheidungswege sollen die Arbeit verbessern. Am dritten Tag war das Kernthem, die Herausforderungen und die Chancen des demographischen und gesellschaftlichen Wandels. Zu diesem Thema sprach auch die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Kirchengemeinden sind wichtige Orte für das vielfältige und unterschiedliche Engagement lokaler Partner, um „mehr Nachbarschaft“ und ein Wohnen im „Quartier bis ins hohe Alter“ zu ermöglichen. Gewählt wurde in den Tagen der Synode auch, so wurde Oberkirchenräten Karin Kessel (Finanz- und Baudezernentin) im Amt bestätigt und Dominique Ehrmanntraut (Landau) wird die zukünftige geistliche Vertreterin der Evangelischen Kirche der Pfalz bei der EKD ein. hgw