Die beiden Orgeln der Speyerer Gedächtniskirche der Protestation sind in die Jahre gekommen. Schon seit vielen Monaten grübeln Kirchen- und Gemeindeleitung, Orgelexperten und auch das Presbyterium der Gedächtniskirchengemeinde über dem Zeit- und Finanzplan zum Austausch der „kleinen“ Chororgel und der nachfolgenden Renovierung der „großen“ Kleuker-Orgel. Nun endlich ist der Startschuss gefallen.

Die 1956 eingeweihte Chororgel dient in erster Linie dem Unterricht von Orgelschülern, der Begleitung in Konzerten und natürlich der musikalischen Gestaltung in Gottesdiensten. Der Zustand der Chororgel hat sich durch das Gebläse der Fussbodenheizung im Chorraum sowie Schäden an den Orgelkabeln in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Aufgrund dieser Schäden, aber auch durch die altersbedingten technischen und klanglichen Einschränkungen ist eine Neuanschaffung der wirtschaftlich einzig sinnvolle Weg.

Der Austausch der zweimanualigen Oberlinger Chororgel ist nun für Juli 2021 vorgesehen. Über kurz oder lang steht dann die deutlich umfangreichere Renovierung der großen Kleuker-Orgel an.

Um einen eigenen Beitrag für die Finanzierung der Orgeln zu leisten, hat die Gemeindeleitung unter Vorsitz von Dekan Markus Jäckle einen Aktionsplan zur Gewinnung von Spenden entwickelt. Damit folgt die Gemeinde einer Tradition, wurde doch bereits das erste Orgelwerk in der neuerrichteten Gedächtniskirche 1902 durch Spenden der Evangelischen Kirchenchöre Deutschlands finanziert. Gestartet wurde das Fundraising für die neue Chororgel mit dem traditionellen Speyerer Orgelspaziergang am 5.5.2019. Als weitere Aktivitäten von Gemeinde und Bauverein sind u.a. ein Drehorgelkonzert, eine Auktion der „Talente“ der Gemeindemitglieder und auch ein Sekthopping geplant. Der Kirchenmusiker der Gedächtniskirche, Bezirkskantor Robert Sattelberger zeigt sich erfreut über die Motivation aller Beteiligten in Sachen Spendenakquise: „Mit derlei Motivation und weiteren guten Ideen werden wir nicht nur unsren Beitrag für die Finanzierung der Chororgel leisten, sondern auch einen finanziellen Beitrag zur Deckung der Ausgaben für die große Orgel bringen können“.