Regenerative Energie aus dem Kulturhof

Nach der Quartiersmensa plus St. Hedwig und der Psychiatrischen Tagesklinik in der Lessingstraße ist ein drittes Gebäude in Speyer mit einer Kunden-Solarstromanlage ausgestattet worden. Im Kulturhof Flachsgasse wurde diese am 11. Juni in Betrieb genommen.

Rund 40.000 Euro haben die Stadtwerke Speyer (SWS) für die Photovoltaik-Anlage im Kulturhof investiert. Ermöglicht haben diese etwa 2.500 Kunden der SWS durch die Wahl des Naturstromangebots. „Die Mehrbeträge, die diese Kunden zahlen, werden wir auch zukünftig zum Bau neuer, regenerativer Energieerzeugungsanlagen in der Stadt nutzen“, sagte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring.

150 Quadratmeter Dachfläche konnte mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet werden. Dächer und Gebäude gehören der GEWO und der Stadt Speyer. Sieben Haushalte könnten nach Aussage Bührings mit der Anlage im Kulturhof bei einer Leistung von 29 Kilowatt und einer Solarstromernte von 25.000 Kilowattstunden mit Energie versorgt werden. „Wir verdrängen dadurch Strom aus fossilen Energien in einer Größenordnung von zwölf Tonnen CO2“, machte Bühring deutlich und rechnete weiter: „Bei 20 Jahren Laufzeit haben wir 240 Tonnen eingespart.“ Die angebrachte Schautafel zeigt die aktuelle Leistung, den Gesamtertrag, der ins SWS-Netz eingespeist wird, und die CO2-Einsparung. Betrieb und Überwachung der Anlage bleiben in den Händen der SWS.

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler betonte: „Es geht auch darum, den Solarstrom im privaten Bereich stärker in die Öffentlichkeit zu bringen.“ Sie verwies auf die Idee der Erweiterung der Kernstadt Speyer-Nord, wo ein Pionierprojekt in Sachen Erneuerbare Energien entstehen solle. „Vielleicht können wir dort ein Exempel starten: 100 Prozent regenerativ“, warf die OB ein.