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Eine "kommunistische" Nonne: Schwester Karoline Mayer aus Chile zu Besuch in Speyer
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 07. Mai 2012 um 06:21 Uhr
Die katholische Ordensschwester Karoline Mayer lebt seit mehr als 40 Jahren mit den Armen in Chiles Hauptstadt Santiago. Sie ist eine zierliche Frau mit einer unwiderstehlichen Ausstrahlung und einer großen Liebe für die Menschen. Am 19. Mai 2012 laden die Pfarrei St. Joseph und die Gedächtniskirchengemeinde zu einer Begegnung mit ihr ein.

 

„Wollen Sie eine kommunistische Nonne kennen lernen?“ fragte der Presse-Attaché der deutschen Botschaft den Journalisten, der in der Zeit der Pinochet-Diktatur nach Chile gekommen war, um von dort zu berichten. Der Journalist wollte. Und er lernte Schwester Karoline Mayer kennen, die damals als junge Frau in einem Armenviertel der Chilenischen Hauptstadt Santiago wohnte – sie tut es heute noch immer.
„Wollen auch Sie Schwester Karoline kennen lernen?“ fragen die katholische Pfarrei St. Joseph und die protestantische Gedächtniskirchengemeinde in Speyer und laden zu einer Begegnung am Samstag, 19. Mai, nach St. Joseph ein. Um 18.30 Uhr ist die aus dem bayerischen Eichstätt stammende Ordensschwester im Gottesdienst zu Gast und berichtet anschließend ab 19.30 Uhr im Ägidienhaus von ihrem Leben mit den Armen.
Seit über 40 Jahren lebt und arbeitet Schwester Karoline in Chile für die Integration der Armen und an den Rand Gedrängten in die Gesellschaft des südamerikanischen Landes. Was 1968 in Santiago als örtliche Suppenküche und unentgeltliche medizinische Behandlung der Menschen im Müll begann, ist nach und nach zu einem großen Sozialwerk gewachsen. Nach dem Ende der Pinochet-Diktatur 1990 wurde die „Fundación Cristo Vive“ gegründet, die heute nicht nur in Chile, sondern auch in Bolivien und Peru Sozialeinrichtungen betreibt.
"Ich habe gelernt, von den Nöten der Leute auszugehen", sagt Schwester Karoline, "und dass die Hilfe nicht für die Leute, sondern zusammen mit ihnen erfolgen muss, in dem Maße, in dem sie sie mittragen können." Gesundheit und Bildung sind für Schwester Karoline der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wer eine Ausbildung hat und gesund ist, hat auch eine Perspektive und kann seine Würde als wertvolles Mitglied der Gesellschaft wieder finden.
Jährlich etwa 600 Jugendliche werden in dem von der Stiftung Cristo Vive getragenen Berufsbildungszentrum "Clotario Blest" als Mechaniker, Schweißer, Installateure, Bau- und Möbelschreiner, Zimmerleute, Gärtner und Elektriker ausgebildet. Frauenwerkstätten, Gesundheitszentren und Kindergärten sind weitere Schwerpunkte der Stiftung.
Immer wieder ist Schwester Karoline für ihre Arbeit ausgezeichnet worden. Dazu gehören unter anderem das Bundesverdienstkreuz erster Klasse (1997), die chilenische Ehrenbürgerschaft (2001) und zuletzt 2011 eine besondere Würdigung der Abgeordnetenkammer Boliviens. So sehr solche Ehrungen helfen, gegen alle Widerstände immer von neuem Unterstützung für die notwendige Arbeit zu bekommen – im Mittelpunkt steht bei Karoline Mayer stets der Mensch und seine Würde, die es hinter der Mauer des Elends zu entdecken gilt.
"Das Geheimnis ist immer die Liebe" heißt denn auch ein beim Herder-Verlag erschienenes Taschenbuch. „Wie ist es einer einzelnen Frau gelungen, einen so großen Traum vom besseren Leben zu verwirklichen?“  fragt die Autorin Angela Krumpen im Klappentext. „Wie hat Karoline Mayer Diktatur, Verhaftung, Verhöre überlebt? Was macht ihre Kraft aus, was zieht die Menschen so an? Was ist ihr Geheimnis, was ihre Vision?“
Die Begegnung am 19. Mai in St. Joseph will etwas erfahrbar machen von der großen Liebe einer zierlichen Person zu den Menschen, von dem unbeirrten Weg und der unwiderstehlichen Ausstrahlung einer starken Frau, von der Freude an dem Ziel, eine glückliche Welt zu bauen. (spa/Foto: Privat)
 

 

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