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Die "Waterboys": Aus Dreckbrühe wird Trinkwasser - THW-"Schnell-Einsatz-Wasser-Ausland-Einheit" übte in Speyer für den Einsatz in den Katastrophengebieten der Welt
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Dienstag, den 11. Oktober 2016 um 13:39 Uhr

Wenn sie an den Katastrophenoerten der Welt auftauchen, werden sie sowohl von der notleidenden Bevölkerung als auch von den Vertreter anderer Hilfsorganisationen herzlich empfangen - die "Waterboys" des Deutschen "Technischen Hilfswerks" (THW). Die Gruppe von Spezialisten aus ganz Deutschland, zu der auch Speyerer gehören, nennt sich "Schnell-Einsatz-Wasser-Ausland" (SEEWA) und hat höchste Kompetenz wenn es darum geht, bei Erdbeben oder sonstigen Katastrophen die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Dann machen sie sich mit ihrer technischen Ausrüstung auf den Weg, um zu helfen, wie beispielsweise nach dem großen Erdbeben in Haiti. Diese Einheit Schnell-Einsatz-Wasser-Ausland hat am Wochenende auf dem Wasserübungsplatz im Reffenthal im Rahmen einer große Übung die Zusammenarbeit getestet. 85 Teilnehmer waren in sieben Teams eingeteilt, wovon drei Teams die Trinkwasseraufbereitung übten, weitere drei Teams in Neustadt Latrinen bauten, ein relativ neues Betätigungsfeld. 

 

Die SEEWA ist unterteilt in drei Sektionen: Nord, Mitte und Süd. Bei der viertägigen Übung waren Vertreter aller Sektionen beteiligt. Ziel des Zusammentreffens war es, dass sich die THW’ler gegenseitig kennenlernen, um im Einsatzfall optimal zusammenzuarbeiten. Bei der Übung wurde auch nicht deutsch, sondern englisch gesprochen, weil am Ort der Katastrophe viele internationale Organisationen präsent sind und deshalb Englisch die Einsatzsprache ist. Außerdem sollte alles so realitätsnah wie möglich ablaufen. Es gab daher neben der Einsatzleitung auch einen Bereich "Einreise" und "Zollabwicklung".         
Neben der Aufbereitung von schmutzigem Wasser kümmern sich die Rettungsdienstleister um die Wasseranalyse und die technische Beratung sowie den Bereich Sanitation (Latrinenbau).
"Wenn die Helfer den Einsatzort erreicht haben erkunden sie zunächst, welche Bedürfnisse die Bevölkerung hat, wenn wenn die Bevölkerung einfache Lebensverhältnisse gewohnt ist, ist es nicht notwendig, Spülklosetts aufzubauen", sagte Christoph Winkler und er fügte hinzu: "Es geht darum, Wasser aufzubereiten, die Qualität sicherzustellen und dass Wasser nach deutschem Standard an die Menschen ausgegeben wird."
Bei einem Rundgang über das Gelände und zu den einzelnen Stationen konnten sich am Freitag auch die Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger, die Landtagsabgeordneten Johannes Zehfuß, Dr. Reinhard Oelbermann (beide CDU) und  Heike Scharfenberger (SPD) und die Beigeordnete der Stadt Speyer, Stefanie Seiler als Vertreterin des Oberbürgermeisters, über die Aufgaben des THW informieren.
Wichtiger Bestandteil der Übung war auch die Trinkwasseranalyse. Das Wasser wird auf physikalische Parameter wie pH-Wert, Leitfähigkeit und Trübung und chemische Parameter (Schwermetalle, Sulfat und Chlorid) untersucht.
Zu dem Wasser wird eine Chemikalie gegeben, was eine Farbreaktion zur Folge hat. Dann wird das Gemisch mit einem Photometer untersucht. Ein Lichtstrahl misst die Farbintensität, aufgrund derer man beispielsweise feststellen kann, wieviel Chlorid das Gemisch enthält. Wenn der Chlorwert und die Trübung im untersuchten Wasser in Ordnung sind, ist das Wasser keimfrei. Chlor konserviert sauberes Wasser.  
Wichtig ist auch der Einsatz der Mikrobiologie. Wasser wird (in der Übung) mit Bakterien versetzt und kommt dann in einem Brutschrank, wo es 24 Stunden bebrütet wird. Die Einsatzleitstelle koordiniert die Arbeit der Teams vor Ort und ist quasi der Kopf des Einsatzes. "Der Chemiker ist die entscheidende Person die uns sagt, ob wir das Wasser ausgeben dürfen oder nicht - er macht den Daumen hoch oder runter", drückte es ein THW'ler aus.
Eine kompakte Wasserreinigungsanlage schafft es, aus einer dreckigan Brühe in einer Stunde bis zu 5.000 Liter sauberes Trinkwasser zu machen. (chs/Fotos: ks)     

 

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