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Gute Bands, tolle Sänger - Alle drei Chöre der Chorgemeinschaft begeistern Publikum beim Jubiläumskonzert in der Stadthalle
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 07. November 2016 um 13:23 Uhr
Die Klassiker sind es, die das Publikum am liebsten hören will, und es ist daher nicht verwunderlich, dass die drei Gruppierungen der Chorgemeinschaft Speyer einige der größten Hits der Pop-, Rock- und Jazzgeschichte zusammengestellt haben für ihr Jubiläumskonzert am Samstag in der Stadthalle in Speyer. Als sich am 22. November 1956 22 Männer in der Siedlerschenke in Speyer-Nord zum gemeinsamen Singen trafen, ahnten sie nicht, dass aus dem kleinen Männergesangverein eine  Chorgemeinschaft werden könnte, die mit den Jahren immer größer wurde.

1971 stießen Frauen zum Männerchor und bildeten den Gemischten Chor. Nach dem Erfolg der beiden Rockchorprojekte wurde Ende 2009 der Rockchor gegründet, 2012 schloss sich der Rainbow-Chor der 2003 gegründeten Chorgemeinschaft an. Zuerst betrat der Gemischte Chor (Leitung: Björn Karhof) die Bühne. Er sang ein Lied, das man auch als Überschrift über die ganze Veranstaltung hätte setzen können: „Ein bunter Strauß“. Der Gemischte Chor singt hauptsächlich deutsche Texte; aus „Sous les ponts de Paris“ wird „Es gibt nur ein Paris“  und auch die deutsche Version von Demis Roussos „Goodbye, My Love, Goodbye“ kommt ohne viel fremdsprachige Ausdrücke daher. Der Männer- und Frauengesang harmoniert und liefert sich mitunter einen Wettstreit; die Frauen sind nicht zu schrill, die Männer nicht zu dominant oder zu laut. „Über sieben Brücken“, das man mehr mit Peter Maffay als mit Karat verbindet, wird ebenso geschmeidig zum Vortrag gebracht wie „Über den Wolken“, ein Lied, das Reinhard Mey gar nicht mehr singen will (es ist also gut, dass es den Gemischten Chor gibt!).
Der Rainbow Chor wird von Nadia Lyons dirigiert. Sie hat mit den Sängern und Sängerinnen bekannte Lieder aus der amerikanischen und südamerikanischen Musik einstudiert. Irving Berlin ist mit zwei Kompositionen vertreten: „Blue skies“ und „Putting on the Ritz“. Der Chor hat auch weltbekannte Musical-Melodien wie „Ain’t misbehavin“ aus dem gleichnamigen Musical und „The Rhythm of life“ (aus „Sweet Charity“) in ihr Programm aufgenommen. Nat King Cole hat die „Route 66“, die einst von Chicago in das sonnige Kalifornien führte, besungen, Liza Minelli die große Stadt der Ostküste Amerikas. Frank Sinatra hat den Triumphgesang auf die „Stadt, die niemals schläft“ („New York, New York“) populär gemacht. Es ist ein unglaubliches emotionales Lied, dessen langgezogenes Ende „Neeeeeew Yooooork“ der Chor gut adaptiert, auch wenn er den Endvokal nicht ganz so lange halten kann wie einst Sinatra. Der Bossa Nova Song „Agua de beber“ bringt Abwechslung in das Jazz-Pop-Programm, ehe der Auftritt mit dem romantischen Judy Garland‘ Song „Over the rainbow“ aus dem „Zauberer von Oz“ endet. Nach einer Pause kommt dann der größte Chor der Chorgemeinschaft auf die Bühne. Das Konzert strebt seinem Höhepunkt entgegen; das wird gleich bei den ersten Tönen von „I want it all“ von Queen deutlich. Der Chorgesang und die Band verbreiten eine hohe Intensität, das Publikum geht begeistert mit, was bei Songs wie „Purple Rain“, „Africa“, „Stairway to heaven“ oder „Proud mary“ nicht sehr schwer fällt. Chorleiter Joe Völker stellt die Songs kurz vor und erntet dafür ein aufgeregtes „Oh“ aus dem Publikum. „Van Halen“ wird leider zu oft auf sein erfolgreichstes Stück „Jump“ festgelegt; das markante Synthesizer-Intro begleitet der Chor mit Gesang, was nicht nötig gewesen wäre, weil es schon für sich ein Musikgenuss ist. Die Begleitband mit Peter Antony am Keyboard, Peter Götzmann am Schlagzeug, Barny Hoffmann am Bass und Gerald Sänger an der Gitarre spielt wie immer vorzüglich; aber wenn ein Jethro Tull-Stück gespielt wird, überragt die Querflöte die übrige Band.
Petra Erdtmann ist eine wahre Virtuosin auf diesem Musikinstrument. Sie hat die spezielle Spieltechnik von Tull, der zum Teil in die Flöte singt, eingeübt und verinnerlicht.   Es ist daher ein richtiger Verlust für die Chorgemeinschaft, dass sie, wie in der Presseinformation angekündigt wird, zum letzten Mal dabei ist bei einem Konzert des Rockchors. Zum großen Finale ergänzt dann zunächst der Rainbow Chor den Rockchor bei „Smoke on the water“, später kommt dann auch der Gemischte Chor dazu, so dass alle Chöre auf der Bühne stehen und ein imposantes Bild abgeben. Mit „So ein Tag so wunderschön wie heute“ und „An Tagen wie diesen“ verabschiedet sich die Chorgemeinschaft von ihrem Publikum.      
Das Fazit, das man nach dem dreistündigen Konzert ziehen kann, ist eindeutig positiv: Während die Chöre landläufig unter Sängerschwund leiden, ist die Chorgemeinschaft ein lebendiger Sängerclub, was sich insbesondere im Rockchor manifestiert. (chs/Fotos:chs)                   
     

 

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