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Rudern: RGS-Masters-Männer-Gig-Doppelvierer trotz gebrochenem Steuerbordskull nochr Dritter bei Nikolausregatta in Essen
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SPORT | Uebersicht Sport
Samstag, den 15. Dezember 2018 um 09:21 Uhr
Bei der letzten Regatta des Jahres, dem traditionellen Nikolaus-Rudern in Essen-Kettwig auf der Ruhr, war unter mehr als 700 Teilnehmern mit mehr als 130 Booten, darunter zahlreiche Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmer, auch die Rudergesellschaft Speyer mit einem Doppelvierer vertreten. Bei starkem Wind und Wellengang und zum Teil heftigem Regen galt es die 4000-Meter-Langstreckendistanz, zunächst zwei Kilometer gegen die Strömung und nach der Wende mit Strömung in Richtung Ziel zu bewältigen.

Im Masters-Männer-Gig-Doppelvierer D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) griffen Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Frank Becker, Harald Schwager und Marion Peltzer-Lehr ins Renngeschehen ein, insgesamt waren hier 28 Masters-Vierer am Start.
Wie ein Uhrwerk spulte Schlagmann Peter Gärtner trotz widriger Bedingungen mit seinem Team bei über die Renndauer konstanter Schlagzahl von 28einhalb Schlägen/Minute das Rennprogramm herunter. Bis zur Streckenhälfte lag die Mannschaft sehr gut im Rennen, dann passierte das Unglück. Ralf Burkhardt war einfach zu stark für die Skulls. Beim Durchzug brach sein Steuerbordskull in zwei Teile.
Ob des Ärgernisses stieg der Adrenalinspiegel der Mannschaft steil nach oben und schnell hatte sich der Vierer wieder gefangen, denn Aufgeben war keine Option. Mit noch drei voll kämpfenden Ruderern, Ralf Burkhardt blieb im Rhythmus und setzte seinen Backbordskull ein, konnte das rennen nach 17:43 Minuten beendet werden. Einige Zuschauer merkten nicht einmal, dass ein Skull fehlte. Das bedeute Platz zwei im Sieben-Boote-Feld nur 20 Sekunden hinter den Siegern der Renngemeinschaft RV Bochum/RC Herdecke/RC Schieder/RC Hannover aber 20 Sekunden vor dem dritten Boot vom Berliner RC. Insgesamt ruderten die vier gehandicapten Speyerer die drittschnellste Zeit der gestarteten 28 Masters-Vierer.
„Wenn wir gewonnen hätten, wäre der Sieg, die Nässe und der Wind bald vergessen gewesen, so können wir noch unseren Enkeln von diesem tollen zweiten Platz nach Skullbruch, dank Teamgeist und Stehvermögen, erzählen“, freuten sich die Domstädter.

 

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